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Leben-in-Luxor-Zeittafel durch die Jahrtausende

von Claudia Ali, letztes Update 26.05.16

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Werden Sie Zeuge der jahrtausendealten bewegten Geschichte Ägyptens bis in die heutige Zeit.

Viele der Daten, vor allem die sehr lange zurückliegenden, beruhen auf Schätzungen und werden von verschiedenen Quellen und in verschiedenen Ländern unterschiedlich angegeben. Wir folgen in unseren Angaben den Datierungen des belgischen Ägyptologen Stan Hendrickx und des deutschen Ägyptologen Jürgen von Beckerath. Betrachten Sie sie als Hilfsmittel zu Ihrer groben Orientierung. Damit Sie komfortabel suchen können, haben wir unsere Lexikonseiten mit zahlreichen internen Querverweisen (blau) versehen.



Vorgeschichte (Prädynastische Zeit)

5000 - 3020 v. Chr.

  • Erste Besiedlungen des Niltals mit Ackerbau und Viehzucht
  • Unterteilung des Reiches in Unterägypten (Nordreich, Hauptstadt Buto) und Oberägypten (Südreich, Hauptstadt Hierakonpolis), Bildung von Kleinkönigreichen
  • Vereinigung von Ober- und Unterägypten unter Narmer, letzter König der 0. Dynastie (um 3030 v. Chr.), belegt durch die berühmte Narmer-Plakette

Frühdynastische Zeit (1. - 2. Dynastie)

3020 - 2707 v. Chr.

  • Gründung der 1. Dynastie unter dem mythischen Pharao Menes
  • Gründung der Hauptstadt Memphis
  • Einführung der Hieroglyphenschrift und des Kalenders

Altes Reich (3. - 6. Dynastie)

2707 - 2216 v. Chr.

  • 3. Dynastie:
    • König Djoser (um 2720 – 2700 v. Chr.) ließ durch seinen Baumeister Imhotep die erste Pyramide aus behauenen Steinen, die Stufenpyramide in Saqqara, errichten. Sie ist die älteste und mit ursprünglich 62,5 m die neunthöchste Pyramide in Ägypten. Pyramiden dienten im Alten Ägypten als Begräbnisstätten der Könige.
  • 4. Dynastie:
    • König Snofru (um 2670 – 2620 v. Chr.) erbaute gleich drei ("echte" stufenlose) Pyramiden: die Meidum-Pyramide in Meidum sowie die Knickpyramide und die Rote Pyramide in Dahschur.
    • Sein Nachfolger König Chufu (griechischer Name: Cheops, um 2650 – 2580 v. Chr.) war der Erbauer der größten Pyramide Ägyptens, der Cheops-Pyramide in Gizeh (ursprüngliche Höhe: 146,59 m).
    • Dessen Nachfolger und Sohn König Chephren (um 2570 – 2530 v. Chr.) errichtete eine fast ebenso große Pyramide in Gizeh mit 143,5 m Höhe. An ihrer Spitze ist heute noch die ehemalige Kalkstein-Verkleidung zu sehen.
    • König Menkaure (griechischer Name: Mykerinos, Sohn des Chephren, um 2530 – 2510 v. Chr.) ließ die mit 65,55 m kleinste der drei Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau erbauen. Diese bilden zusammen das älteste und einzige noch existierende der sieben Weltwunder der Antike.
    • Die Blütezeit Ägyptens während dieser Dynastie war geprägt durch Handel, Kriegszüge und Kultur (Architektur, Malerei, Medizin, Kunsthandwerk, Bergbau, Astronomie).
    • Der erste Sonnenkalender wurde eingeführt.
  • 5. Dynastie:
    • Die Pyramidenbauten wurden nun kleiner, stattdessen wurden Sonnenheiligtümer für den Sonnengott Re gebaut. Pharaonen (Könige) dieser Zeit waren u.a. Userkaf (um 2500 – 2490 v. Chr.), Sahure (um 2490 – 2475 v. Chr.) und Unas (um 2380 – 2350 v. Chr.) Unas' Pyramide in Sakkara enthält die ersten Wand-
      dekorationen und damit die ältesten Pyramidentexte.
  • 6. Dynastie:
    • Der Machtverlust der Pharaonen kündigte sich an. Die Provinzen mit ihren lokalen Fürsten und Priestern erlangten immer mehr an Bedeutung und zersplitterten das Reich. Am Ende der 60 Jahre dauernden Regierungszeit von König Pepi II. (um 2245 – 2180 v. Chr) schien die Einheit Ägyptens zerbrochen zu sein.

Erste Zwischenzeit (7. - 10. Dynastie)

2216 - 2137 v. Chr.

  • 7. Dynastie:
    • Einer Quelle zufolge sollen innerhalb von 70 Tagen 70 Könige regiert haben!
  • 8. - 10. Dynastie:
    • Ihre vielen Herrscher sind fast nur aus sogenannten Königs-Listen (Wandreliefs in Tempeln) bekannt.
    • Hungersnöte ließen das Volk verarmen und brachten die Kultur zum Erliegen.

Mittleres Reich (11. - 12. Dynastie)

2137 - 1781 v. Chr.

  • 11. Dynastie:
    • Anjotef II. (2065 – 2016 v. Chr.) regierte fast 50 Jahre in Oberägypten, musste sein Herrschaftsgebiet aber ständig gegen unterägyptische Könige verteidigen. Eine Säule im Karnak-Tempel (heute im Luxor-Museum) ist das älteste bekannte Bauelement des Tempels.
    • König Mentuhotep II. (2061 – 2010 v. Chr.) einte das ägyptische Reich wieder zu einem Staat und organisierte es neu. Seine Regierungszeit dauerte 51 Jahre, sie war aber nicht nur eine neue Blütezeit, sondern auch von Kriegen in Nubien und Palästina geprägt. Theben entwickelte sich zur Haupstadt des Landes und blieb auch dann eine eine wichtige Königsresidenz, wenn sich der Hauptverwaltungssitz gerade woanders befand.
      Sein Sohn Mentuhotep III. regierte die letzten 3 Jahre seiner Herrschaft mit ihm und übernahm anschließend die alleinige Herrschaft (2010 – 2001 v. Chr.)
  • 12. Dynastie:
    • Amenemhet I. (1939 – 1909 v. Chr.) vollendete die Reichseinigung. Sein Sohn Senwosret I. (griechischer Name: Sesostris I., 1919 – 1874 v. Chr.) war der bedeutendste Herrscher der 12. Dynastie. Seine Regierungszeit wird durch seine umfangreiche Bautätigkeit belegt. Er baute alle (Lehm-)Tempel im Land mit Steinen um und begann mit dem Bau des Karnak-Tempels, den nach ihm andere Pharaonen weiterführten. Seine "Weiße Kapelle" aus Alabaster steht im Open-Air-Nuseum im Karnak-Tempel. Auch der Montu-Tempel in Tod und der älteste noch erhaltene Obelisk (in Heliopolis) stammen von ihm. Darüber hinaus entstanden wichtige literarische Werke wie z. B. die Geschichte von Sinuhe, dem Ägypter, in seiner Regierungszeit. Seine Grabpyramide steht in el-Lischt.
    • Es folgten Amenemhet II. (1877 – 1842 v. Chr.), er errichtete eine Pyramide in Dahschur, Senwosret II. (Sesostris II., 1844 – 1836 v. Chr.), er baute eine Pyramide in el-Lahun (Fayyum), und Senwosret III. (Sesostris III., 1836 – 1818 v. Chr.) , er führte viele Feldzüge nach Asien und baute ebenfalls eine Pyramide in Dahschur, den Montu-Tempel in Medamut und seine Grabanlagen in Abydos.
    • Amenemhet III. (1818/17–1773/72 v. Chr.), der Sohn von Senwosret III. regierte zunächst etwa 20 Jahre zusammen mit seinem Vater. Er baute die Schwarze Pyramide in Dahschur und - wegen ihrer Baumängel - eine zweite Pyramide in Hawara, der ein Labyrinth mit wenigstens 1500 Räumen als Totentempel vorgelagert war. Das große Verdienst Amenemhet III. (der womöglich mit dem sagenhaften König Moeris identisch ist) war die Anlage von Schleusen an einem künstlichen See (Moeris-See, heute: Qarun-See) in der Fluss-Oase Fayyum. Deren Sumpfland wurde dadurch vor den Nilüberschwemmungen geschützt, so dass ein großflächigerer Ackerbau möglich wurde.
    • Mit Nofrusobek (1763 – 1759 v. Chr.) regierte die erste nach-
      weisbare Königin Ägyptens. Mit ihr ging die Dynastie zu Ende.

Zweite Zwischenzeit (13. - 17. Dynastie)

1648 - 1550 v. Chr.

  • 13. - 14. Dynastie:
    • Erneut waren unzählige Herrscher an der Macht.
  • 15. Dynastie:
    • Die Hyksos, ein semitisches Volk aus Vorderasien, besetzten im Norden das Nildelta sowie große Teile Unterägyptens und übernahmen die Herrschaft.
  • 16. - 17. Dynastie:
    • Kaum belegte Kleinkönige regierten. Ständige Kriege sorgten für einen Verfall der Kultur. Der letzte Pharao dieser Zeit, Kamose (1545 – 1530 v. Chr.), nahm den Kampf gegen die Hyksos wieder auf.

Neues Reich (18. - 20. Dynastie)

1550 - 1070 v. Chr.

  • 18. Dynastie (1550 - 1292 v. Chr.):
    • Pharao Ahmose I. (1539 – 1514 v. Chr.) gelang es, die Hyksos endgültig zu vertreiben und die Macht in Nubien wieder herzustellen. Er baute die letzte Königspyramide.
    • Sein Sohn Pharao Amenhotep I. (griechischer Name: Amenophis I., 1514 – 1493 v. Chr.) festigte den ägyptischen Staat weiter. Er ließ zahlreiche Denkmäler errichten. Im Karnak-Tempel errichtete er die Alabasterkapelle. Auch in Deir el-Bahari und Dra Abu en-Naga entstanden kleinere Heiligtümer.
    • Pharao Thutmosis I. (1493 – 1482 v. Chr.) war mit seinen Vorgängern nicht verwandt, sondern kam durch die Heirat mit einer Prinzessin auf den Thron. Er ließ die Tempelanlage von Karnak mit einer Mauer umgeben und baute den 5. und 6. Pylon des Tempels. In seiner Regierungszeit entstand das Tal der Könige als neue pharaonische Grabstätte. Er wurde als erster Pharao dort begraben.
    • Pharao Thutmosis II. (1482 – 1479 v. Chr.) war mit seiner Halbschwester Hatschepsut verheiratet und regierte nur kurz.
    • Königin Hatschepsut (1479 – 1458 v. Chr.) regierte zunächst für den noch unmündigen Thutmosis III., machte sich dann aber zur Alleinherrscherin. Reliefs ihres Totentempels in Deir el-Bahari zeugen von einer Expedition nach Punt. In ihrer Regierungszeit entstanden erste Niederschriften des Totenbuches auf Papyrus und die Anlage monumentaler, dekorierter Felsgräber in Theben-West.
    • Pharao Thutmosis III. (1458 – 1426 v. Chr.) kam erst nach dem Tod seiner Stiefmutter Hatschepsut an die Macht. Er unternahm viele erfolgreiche Feldzüge nach Vorderasien. Er begann, den Luxor-Tempel, dessen erste Bauten bis in die 12. Dynastie zurückreichen, mit dem vorhandenen Baumaterial umzugestalten. Zahlreiche Pharaonen nach ihm setzten die Bauten fort. Im Karnak-Tempel stammt u.a. die berühmte Festhalle von ihm. Am Gebel Barkal in Nubien errichtete er einen Amun-Tempel als südliches Gegenstück zum Amun-Tempel in Karnak.
    • Pharao Amenhotep II. (griechischer Name: Amenophis II., 1426 – 1400 v. Chr.) war ein Sohn von Thutmosis III. und etwa zwei Jahre lang dessen Mitregent. Er unternahm mehrere Feldzüge in den syrisch-palästinischen Raum und war für seine sportlichen Leistungen bekannt. Von ihm gibt es die ersten Darstellungen eines Menschen als Laufsportler.
    • Pharao Thutmosis IV. (1400 – 1390 v. Chr.), Sohn von Amenhotep II., befreite die Große Sphinx von Gizeh vom Wüstensand und errichtete die berühmte Traumstele.
    • Amenhotep III. (griechischer Name: Amenophis III., 1390 – 1353 v. Chr.), Sohn von Thutmosis IV. übernahm ein wohlhabendes Reich, als er bereits im Alter von 12 Jahren Pharao wurde. Er unternahm zwar Feldzüge nach Nubien, setzte aber ansonsten eher auf diplomatische Beziehungen, z.B. zu Mitanni (Nordsyrien). Das Goldene Zeitalter Ägyptens begann mit ihm. Seine Bautätigkeit war außerordentlich. Von ihm stammen der Hauptteil des Luxor-Tempels, Teile des Karnak-Tempels (Montu-Bezirk) und sein Totentempel in Theben-West, über dessen kaum noch vorhandene Überreste heute noch die berühmten Memnonkolosse wachen. Seinen 30 Hektar großen Palastkomplex (Malqata) erbaute er in der Wüste am Westufer des Nils.
    • Pharao Amenhotep IV., (griechischer Name: Amenophis IV., 1353 – 1336 v. Chr.) bekannter unter dem Namen Echnaton, Sohn von Amenhotep III. und verheiratet mit Nofretete, gründete mit dem Aton-Kult die erste bekannte monotheistische Religion der Weltgeschichte und stürzte Ägypten damit in eine tiefe religiöse Krise. Seine neue Residenz Achetaton ließ er in Amarna errichten. Er prägte eine neue Kunstrichtung, den Amarna-Stil. Nach seinem Tod kehrten seine Nachfolger zu den alten Kulten zurück, die Erinnerung an ihn wurde weitgehend ausgelöscht.
    • Die Herrschaft Meritatons ist umstritten. Die erstgeborene Tochter von Echnaton und Nofretete bestieg den Thron wenn überhaupt nur für kurze Zeit (1336 – 1335 v. Chr.).
    • Auch über Pharao Semenchkare (1335 – 1332 v. Chr.) ist kaum etwas bekannt. Manche Forscher glauben, dass sich Nofretete hinter diesem Namen verbirgt.
    • Pharao Tutanchamun (1332 – 1323 v. Chr.) erlangte vor allem durch die Entdeckung seines unberührten Grabes im Tal der Könige durch Howard Carter Berühmtheit. Der Kindkönig bestieg mit nur 9 Jahren 4 Jahre nach Echnatons Tod den Thron und war wahrscheinlich dessen Sohn. Unter dem Einfluss seiner Berater Eje II. und Haremhab verlegte Tutanchamun die Residenz von Amarna nach Memphis und führte nach und nach die alte Religion wieder ein. Sein früher Tod gibt bis heute Anlass für Spekulationen, ein Mord konnte jedoch auch bei jüngsten radiologischen Untersuchungen seiner Mumie nicht nachgewiesen werden.
    • Pharao Eje II. (1323 – 1319 v. Chr.) war hoher Hofbeamter unter Echnaton und Wesir unter Tutanchamun. Seine Herkunft ist ungeklärt. Konsequent führte er die Abkehr vom Aton-Kult, die unter Tutanchamun begonnen hatte, fort.
    • Pharao Haremhab (1319 – 1292 v. Chr.), unter Tutanchamun Oberbefehlshaber des Heeres, war nicht-königlicher Herkunft. Mit seiner Herrschaft endete die 18. Dynastie.
  • 19. Dynastie (1292 v. Chr. - 1190 v. Chr.) :
    • Die Herrschaft der Ramessiden begann. Pharao Ramses I., wahrscheinlich General und Wesir unter Haremhab, regierte von 1292 – 1290 v. Chr.
    • Sein Sohn Pharao Sethos I. (1290 – 1279 v. Chr.) ließ in Abydos eine riesige Tempelanlage errichten. Sein Totentempel dort ist noch erhalten, ebenso sein Totentempel in Theben. Im Karnak-Tempel errichtete er die gewaltige Säulenhalle.
    • Ramses II. (1279 – 1213 v. Chr.), Sohn von Sethos I. und dessen Großer Königlichen Gemahlin Tuja, war einer der bedeutendsten Pharaonen. Während seiner 67 Jahre währenden Regierungszeit erreichte Ägypten eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte, wie sie nach ihm nie wieder erreicht wurde. Unter seiner Herrschaft wurde der erste bekannte Friedensvertrag der Weltgeschichte verfasst. Der biblische Auszug aus Ägypten, so es ihn tatsächlich gab, fand wohl unter seiner Regierung statt.
      Seine Bautätigkeit war die umfangreichste aller Pharaonen. Sein bekanntestes Bauwerk ist der Doppeltempel vom Abu Simbel, den kleineren widmete er seiner Großen Königlichen Gemahlin Nefertari. In Theben hinterließ er einen Totentempel, das Ramesseum.
    • Sein Nachfolger und drittgeborener Sohn Pharao Merenptah
      (1213 – 1204 v. Chr.) schlug einige Aufstände nieder. In seiner Regierungszeit wurde Israel zum ersten und einzigen Mal schriftlich erwähnt (Merenptah-Stele).
    • Die Abstammung von Sethos II. (1204 – 1198 v. Chr.) ist unklar. Seine Regierungszeit, die genauen Daten sind umstritten, fällt zusammen mit der von Amenmesse (1203 – 1200 v. Chr.), der wohl sein Gegenkönig war. Ihr entstammen einige wichtige Papyri.
    • In den darauf folgenden 14 Jahren gab es auf Grund von Thronstreitigkeiten wieder einige nur kurz regierende Herrscher.
  • 20. Dynastie:
    • Erwähnenswert ist hier Pharao Ramses III. (1187 – 1156 v. Chr.). Er führte Krieg gegen die Libyer und gegen die sogenannten Seevölker. Er fiel der Verschwörung einiger Mitglieder seines Hofstaates zum Opfer. Berühmt ist sein Totentempel in Medinet Habu.
    • Sein Sohn, Ramses IV., (1156 – 1150 v. Chr.) ließ die Umstände der Verschwörung und das nachfolgende Gerichtsverfahren in Papyri festhalten. Er und seine Nachfolger, die auch alle den Namen Ramses trugen (die Ramessiden), regierten meist nur kurze Zeit. Ägypten war in der Folgezeit von heftigen Krisen und diversen Bürgerkriegen gezeichnet.

Dritte Zwischenzeit (21. - 25. Dynastie)

1070 - 664 v. Chr.

  • 21. Dynastie:
    • Die Herrscher in Unterägypten waren libyscher Abstammung - da sie sich nicht wie die Kuschiten an die altägyptische Kultur anpassten, wurden sie "Fremdherrscher" genannt, während in Oberägypten Hohepriester und Generäle aus dem Königshaus regierten, u.a. Herihor (1076 – 1066 v. Chr.) und Pinudjem I. (1070 – 1055 v. Chr.).
  • 22. Dynastie:
    • Sie wird auch als bubastidische Dynastie bezeichnet (nach dem Regieungssitz in Bubastis im Nildelta). Ihr Begründer Scheschonq I. (946 – 924 v. Chr.) kam ebenfalls aus Libyen.
  • 23. und 24. Dynastie:
    • Die Herrscher regierten zeitgleich mit Scheschonq III. (841/838 – 789/786 v. Chr.) aus der 22. Dynastie in anderen Städten des Nildeltas.
  • 25. Dynastie:
    • Der Amun-Kult hatte sich während des Neuen Reichs auch in Nubien etabliert und eine mächtige Priesterschaft hervorgebracht.
    • Als der kuschitische Amunpriester Pije (746 - 716 v. Chr.), der bereits in Nubien als Pharao herrschte, Ägypten eroberte, fand er das Land in zahlreiche kleine Königstümer aufgeteilt. Er war der 2. der sogenannten schwarzen Pharaonen der kuschitischen 25. Dynastie. Pije gab sich mit der Eroberung zufrieden, kehrte nach Nubien zurück und regierte Ägypten von dort aus. Erst sein Nachfolger Schabaka (716 – 707 v. Chr.) residierte auch in Ägypten. Auf ihn folgte Schebitko (oder Schabataka, 707 - 691 v. Chr.) als 4. kuschitischer Pharao.
    • Taharqa (691 – 664 v. Chr.) war der 5. Pharao der 25. Dynastie. Seine Regierungszeit war geprägt von einer regen Bautätigkeit, u.a. im Karnak-Tempel, aber auch gekennzeichnet durch den - am Ende erfolglosen - Kampf gegen die Assyrer, die 667/666 v. Chr. Ägypten von Norden her bis hin nach Theben einnahmen.

Spätzeit (26. - 31. Dynastie)

664 - 332 v. Chr.

  • Nach der Vertreibung der Assyrer 655 v. Chr. gelangte mit Psammetich I. (595 – 589 v. Chr.) wieder ein ägyptischer König an die Macht. Er begründete die 26. Dynastie (664 - 525 v. Chr.), in der die Pharaonen es schafften, Ägypten wieder zu vereinigen und für mehr als ein Jahrhundert in eine Blütezeit zu führen. Diese Epoche wird auch oft als Saitenzeit bezeichnet, da nun Sais im Nildelta die Hauptstadt war.
  • Die 27. Dynastie (525 – 402 v. Chr.) begann damit, dass die Perser 525 v. Chr. Ägypten eroberten und es dem persischen Reich eingliederten.
  • In der 28. bis 30. Dynastie (402 – 341 v. Chr.) wurde Ägypten zum letzten Mal für die nächsten 2000 Jahre von einheimischen Herrschern regiert. Der einzige Pharao der 28. Dynastie, Pharao Amyrtaios (404 – 399 v. Chr.), konnte schließlich die Perser wieder aus Ägypten vertreiben.
  • Nektanebos I. (379 – 360 v. Chr.) begründete die 30. Dynastie und widerstand einem erneuten persischen Angriff. 341 v. Chr. wurde Nektanebos II. (359 – 341 v. Chr.) von Artaxerxes III. geschlagen, und Ägypten geriet bis 332 v. Chr. erneut unter persische Herrschaft.
  • Die Herrscher der 30. Dynastie - allen voran Nektanebos I. - entfalteten eine rege Bautätigkeit im ganzen Land.
  • Die vier persischen Regenten der 31. Dynastie (341 – 332 v. Chr.) regierten jeweils maximal 4 Jahre, zwei von ihnen wurden vergiftet.

Griechisch-Römische Zeit

332 v. Chr. bis 395 n. Chr.

  • Alexander der Große (III., 332 – 323 v. Chr.) begründete die griechische Herrschaft in Ägypten. Nach seinem Tod übernahm einer seiner Generäle Ptolemaios I. (306 – 283 v. Chr. ) die Macht am Nil. Er erbaute die berühmteste Bibliothek der Antike in der neuen Hauptstadt Alexandria. Ptolemaios II. (283 – 246 v. Chr.) errichtete das vierte der sieben antiken Weltwunder, den Leuchtturm von Alexandria.
  • 48 v. Chr. landete Gaius Iulius Caesar in Ägypten. In Alexandria lernte er die junge Königin Kleopatra VII. (51 - 30 v. Chr), den letzten weiblichen Pharao, kennen und lieben. Nach der Ermordung Caesars war Marcus Antonius deren Geliebter und ihre Macht wuchs weiter. Sie endete mit der Machtübernahme durch den späteren Kaiser Augustus (27 v. Chr. – 14 n. Chr.), Kleopatra und Marcus Antonius nahmen sich das Leben. Ägypten wurde zur römischen Provinz Aegyptus.
  • Auch die Ptolemäer (306 – 30 v. Chr. ) und römischen Kaiser (27 v. Chr. – 313 n. Chr.) ließen sich vom ägyptischen Volk als Pharaonen feiern. Auf sie gehen die Tempel in Kom Ombo, Edfu, Esna und Dendera zurück. In der Kunst und im Totenkult vermischten sich altägyptische mit römischen Elementen.
  • Eine große Herrscherzahl wurde von machthungrigen Familienmitgliedern und Palastangehörigen ermordet.
  • Kaiser Theodosius I. erklärte 380 n. Chr. das Christentum, das bereits seit 50 n. Chr. in Ägypten existierte, zur Staatsreligion und erhob Gesetze gegen das Heidentum.

Spätantik-Byzantinische Zeit

395 - 642 n. Chr.

  • Die byzantinische Zeit begann im Jahr 395 n. Chr. mit der Aufteilung des Römischen Reichs - Ägypten fiel an Ostrom - und endete mit der Eroberung des Landes durch die Araber im Jahre 640 n. Chr.
  • Das Christentum setzte sich - ausgehend von Alexandria - endgültig durch. Die verschiedenen Patriarchen von Alexandria predigten unterschiedlichste Lehren und scheuten sich nicht, sie auch mit Gewalt durchzusetzen. 451 n. Chr. spalteten sich die altorientalischen Kirchen, zu denen die Kopten gehör(t)en, von den orthodoxen und katholischen Kirchen ab.
  • Bis auf eine Hungersnot im Jahr 502 erlebte Ägypten eine Friedenszeit und wirtschaftliche Blüte.
  • Um 536 wurde unter Kaiser Justitian I. das letzte offiziell noch geduldete heidnische Heiligtum geschlossen: der Isis-Tempel von Philae.
  • Nach dem Tod des Propheten Mohammed (geb. 570 in Mekka) im Jahr 632 strebten seine Nachfolger (Kalifen) eine Ausdehnung ihres Machtbereichs über die arabische Halbinsel hinaus an.

Unter der Herrschaft des Islam

642 - 1801

  • Frühislamische Zeit (642 - 968):
    Um 640 eroberten islamische Araber das Niltal. Ägypten wurde von nun an von wechselnden Machtzentren aus – Damaskus, Bagdad, Kairo – beherrscht. Unter den Umayyaden (661 – 750) siedelten sich arabische Stämme in den fruchtbaren Ebenen an und bestimmten fortan das kulturelle Erscheinungsbild Ägyptens. Die erste arabische Ausgabe der "Märchen aus 1001 Nacht" entstand.
  • Fatimidenzeit (969 - 1171):
    Kalif al-Muizz verlegte 972 die Hauptstadt des Großreiches nach Kairo. Die Wirtschaft Ägyptens erfuhr durch den Bau von Straßen und Kanälen sowie durch die Förderung des Handels zwischen Indien und dem Mittelmeerraum einen großen Aufschwung. Im 11. Jahrhundert besaß das Reich der Fatimiden die größte Wirtschaftskraft der islamischen Reiche. Auch Kultur und Wissenschaft wurden von den Fatimiden unterstützt, sie gründeten die berühmte al-Azhar-Universität in Kairo.
  • Ayyubidenzeit (1171 - 1250):
    Die Kreuzfahrer des Königreichs Jerusalem griffen verstärkt Ägypten an. Die Fatimiden riefen die kurdischstämmigen Zengiden zu Hilfe. Saladin (Salah ad-Din) begründete die Ayyubiden-Dynastie. Als „Sultan Saladin“ wurde er zu einem Mythos, zum größten aller mulimischen Helden und vorbildhaften islamischen Herrscher. Kairo wurde sein Zentrum des muslimischen Widerstandes gegen die christlichen Kreuzzüge. Im Jahr 1187 eroberte er Jerusalem.
  • Mamlukenzeit (1250 - 1517):
    Um 1250 erhob sich die mamlukische Palastgarde (türkische Militär-sklaven) und übernahm die Macht. Ende des 13. Jahrhundert vernichteten sie die letzten Kreuzfahrerstaaten auf asiatischem Boden.
  • Osmanenherrschaft (1517 - 1801):
    Auch nach der Eroberung Ägyptens durch das Osmanische Reich 1517 blieb die Verwaltung in mamlukischen Händen. Der wirtschaftliche Niedergang als Folge der Entdeckung des Seeweges nach Indien 1498 machte Ägypten zu einer der ärmsten Provinzen des Osmanischen Reiches.

Unter britischer Kontrolle

1798 - Juli 1952

  • Ägyptische Expedition (1798 – 1802):
    Die Landung des französischen Expeditionskorps unter Napoleon 1798 beendete die Herrschaft der Osmanen. Sein Orientfeldzug richtete sich gegen die britische Vormachtstellung im Mittelmeerraum, er musste ihn aber nach einer Niederlage gegen den britischen Admiral Nelson abbrechen. Begleitet wurde Napoleon von zahlreichen Gelehrten, Ingenieuren und Künstlern, deren Aufgabe die Erforschung Ägyptens war. Deren bedeutendste Entdeckung war am 15. Juli 1799 der Fund des Steins von Rosetta, der später die Entzifferung der Hieroglyphen durch Jean-François Champollion ermöglichte
  • Dynastie des Muhammad Ali (1805 - 1882):
    Die Dynastie ist nach dem albanischen Offizier Muhammad Ali Pascha benannt, der die Machtkämpfe nach dem Abzug der französischen Truppen zur Machtergreifung nutzte und von 1805 bis 1849 Vizekönig von Ägypten war. Er und seine Nachfolger konnten unter osmanischer Oberherrschaft eine gewisse Selbständigkeit erringen, sie leiteten die Geschichte des modernen Ägyptens ein. Der Bau des Sueskanals (1859 – 1869) machte das Land aber derart von ausländischen Anleihen abhängig, dass die von Großbritannien und Frankreich eingerichtete Staatsschuldenverwaltung zur eigentlichen Regierung des Landes wurde.
  • Britische Herrschaft in Ägypten (1882 – 15. März 1922):
    Zur Sicherung des Seeweges nach Indien erwarb Großbritannien die ägyptischen Kanalaktien, besetzte 1882 das Land und machte es 1914 formell zu einem Protektorat. Außerdem setzten die Briten die Kriegswirtschaft durch, was zu einer flächendeckend Verarmung der Bevölkerung führte: Die Kaufkraft der britischen Truppen ließ die Lebensmittelpreise stark ansteigen, während andererseits die Baumwollpreise auf britischen Druck hin stark gesenkt wurden. Blutige Aufstände gegen die Briten führten am 28. Februar 1922 zur weitgehenden Unabhängigkeit.
  • Königreich Ägypten (15. März 1922 - 23. Juli 1952):
    Am 15. März 1922 rief sich der bisherige Sultan als Fu'ad I. (1922 - 1936) zum König aus. Ägypten wurde ein weitgehend selbständiges Königreich, mit Wirkung vom 19. April 1923 eine konstitutionelle Monarchie. Nach Fu'ads Tod 1936 übernahm sein 16jähriger Sohn Faruq I. (1936 - 1952) den Thron. Großbritannien zog seine Truppen bis auf die Sueskanalzone zurück. Im Zweiten Weltkrieg wurde Ägypten zum Schlachtfeld zwischen den deutsch-italienischen Armeen einerseits und den britischen Truppen andererseits. Diese blieben bis 1946 im Land.
    1945 gehörte Ägypten zu den 51 Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen sowie zu den 22 der Arabischen Liga (Internationale Organisation arabischer Staaten mit Sitz in Kairo).

Republik Ägypten

Juli 1952

  • Am 23. Juli 1952 wurde durch einen Militärputsch unter General Ali Muhammad Nagib und Oberst Gamal Abdel Nasser König Faruq I. wegen Korruptionsvorwürfen und schwerer Misswirtschaft gestürzt. Ein Jahr später am 18. Juni 1953 wurde die Republik ausgerufen. 1954 stürzte Nasser General Nagib und bestimmte nun allein als Präsident die sozialistisch ausgerichtete Politik Ägyptens.
  • Um die Errichtung des Assuan-Staudamms finanzieren zu können, wurde 1956 der Sueskanal verstaatlicht, was im Oktober 1956 zur Sueskrise führte: Großbritannien, Frankreich und Israel griffen Ägypten an und besetzten die Sueskanalzone und den Sinai. Auf Druck der USA und der Sowjetunion mussten sie sich wieder zurückziehen.
  • Im Sechstagekrieg mit Israel im Juni 1967, in dem israelische Truppen bis zum Sueskanal vordrangen, erlitt Ägypten eine schwere militärische Niederlage. Nach dem Tod Nassers 1970 wurde Vizepräsident Anwar as-Sadat Staatspräsident. Durch den Yom-Kippur-Krieg 1973 versuchte er, die Niederlage von 1967 wettzumachen.
  • 1977 leitete Sadat durch eine überraschende Friedensinitiative den Dialog mit Israel ein, der 1979 zum Friedensvertrag und zum Abzug der israelischen Truppen von der Sinai-Halbinsel führte. Am 6. Oktober 1981 wurde Sadat, der 1978 zusammen mit Israels Premierminister Menachem Begin den Friedensnobelpreis erhalten hatte, das Opfer eines Attentats durch muslimische Extremisten.
  • Danach - ab dem 14.10.1981- wurde Hosni Mubarak Staats- und Ministerpräsident Ägyptens. Über das Land wurde der Ausnahme-zustand verhängt, der 31 Jahre bis zum 31.05.2012 dauern sollte.
  • Am 25.01.2011 rief die Jugend Ägyptens den "Tag des Zorns" aus und forderte zu Demonstrationen für Freiheit und Demokratie und gegen das Regime Mubarak auf dem Platz der Freiheit (Tahrir-Platz) in Kairo auf. Daraus entstand eine 18 Tage währende Revolution des Volkes, die auf das ganze Land übergriff und schließlich dazu führte, dass Mubarak am 11.02.2011 sein Amt nach fast 30 Jahren niederlegen musste. Das Militär übernahm die Macht, um den folgenden Demokratisierungs-prozess zu begleiten.
  • Von Ende November 2011 bis Mitte Januar 2012 fanden die ersten freien Wahlen der ägyptischen Volksversammlung (Unterhaus des ägyptischen Parlaments) statt. Von Januar bis März 2012 folgten die Wahlen des Schura-Rats (Oberhaus des Parlaments). Die Präsident-schaftswahlen begannen Ende Mai 2012.
  • Am 30.06.12 trat der erste zivile, vom Volk in freien Wahlen gewählte Staatspräsident Mohammed Morsi sein Amt an. Er leistete vor der offiziellen Vereidigung seinen Eid auf dem Tahrir-Platz.
  • Anlässlich des einjährigen Amtsjubiläums von Präsident Mohammed Morsi kam es am 30. Juni 2013, mit geschätzten 33 Millionen mit seiner politik unzufriedenen Menschen zur größten Protestkundgebung der Weltgeschichte. Das Oppositions-Bündnis Tamarod ("Rebellion") hatte im Vorfeld 22 Millionen Unterschriften gesammelt, um Morsis Rücktritt bis zum 2. Juli 2013 zu erzwingen. Als der sich weigerte zurückzutreten, wurde er am 3. Juli 2013 mit Hilfe des Militärs abgesetzt. Am 4. Juli 2013 wurde der Jurist Adly Mansour als Ägyptens Interimspräsident vereidigt. General 'Abd al-Fattah Said Husain Chalil al-Sisi, Oberkommandierender der ägyptischen Streitkräfte und Verteidigungsminister, wurde zum stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes ernannt.
  • Vom 25. bis 27. Mai 2014 fanden Wahlen für den künftigen ägyptischen Präsidenten statt. Verteidigungsminister und Feldmarschall 'Abd al-Fattah al-Sisi war inzwischen von seinen militärischen Ämtern zurückgetreten, um als Zivilist zu kandidieren. Er gewann die Wahl mit überwältigender Mehrheit und wurde am 8. Juni 2014 vereidigt.



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