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Luxor Westbank

 


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Forum für Autoren: Essays, Kurzgeschichten, Rezensionen und Erfahrungsberichte über Luxor, Ägypten und (Wahl-)Ägypter

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Mit viel Freude recherchiere und schreibe ich für unsere Leben-in-Luxor-News, beschreibe Tempel und Gräber, stelle ägyptische Tiere vor und fotografiere Vögel. Manche Themen lassen sich jedoch nicht in dieser Struktur unterbringen, manche verlangen nach einem größeren Rahmen. Zu wieder anderen kann oder mag ich nichts sagen und würde gerne andere Autoren zu Wort kommen lassen, die in Luxor leben oder Ägypten aus der Ferne verbunden sind. Zu diesem Zweck habe ich heute diese neue Rubrik "Essays" eingerichtet. Ich hoffe, sie wird sich bald durch Sie mit interessanten Themen füllen!

Wenn auch SIE von Ägypten fasziniert sind und hier gerne Ihren Text veröffentlicht sehen würden, schreiben Sie mir.
Claudia Ali, 04.04.13

 

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Portraits, Essays:

Abu el-Haggag und sein Moulid in Luxor / Claudia Ali

Die Nachkommen von Abu el-Haggag Der Überlieferung nach war Yousuf Abu el-Haggag ein Sufi-Scheich aus Damascus (oder Bagdad - da gibt es widersprüchliche Quellen). Im Jahr 1221 kam er auf dem Rückweg seiner Pilgerfahrt nach Mekka in Luxor an und beschloss zu bleiben. Das war allerdings nicht so einfach, wie es zunächst klingt. Damals war Luxor koptisch und wurde beherrscht von einer Koptin, die "die Prinzessin", Sitt Towzeh oder Tharzah genannt wurde. Ihre Soldaten verdächtigten den Scheich der Spionage und brachten ihn deshalb zu ihr. Er ...
Zum Artikel über Abu el-Haggag und sein Moulid

 

 

Ägypten verstehen - ein etwas anderer Sprachkurs / Hans Mauritz

Dattelzweigbarbeitung Die Ausländer, die regelmäßig nach Luxor reisen oder sich hier niedergelassen haben, tun dies aus Liebe zu den Altertümern und zu den Schönheiten der Natur, aber wohl auch aus Liebe zu den freundlichen Menschen in Oberägypten. Wer aber öfter kommt und länger bleibt, erfährt, dass ein solches Zusammenleben nicht immer harmonisch und reibungslos verläuft. Das Verständnis zwischen Ägyptern und Fremden wird  erschwert durch die fehlende gemeinsame Sprache, aber auch durch Unterschiede in Verhaltensweisen und Wertvorstellungen. Ausgehend von Wortfamilien und Bedeutungsfeldern der arabischen Sprache wollen wir aufzeigen, ... Zu den verschiedenen Sprachkurs-Kapiteln

 

 

Ägyptischer Schwarzkümmel - der segensreiche Same / Claudia Ali

Schwarzkümmelpflanze (c) Josef F. Stüfer Habbat el-baraka (حبة البركة, segensreicher Same, wörtl.: Same des Segens), so lautet der arabische Name des Schwarzkümmels. In Deutschland sind die Samen und das aus ihnen gewonnene Öl heute weitgehend unbekannt, man findet die 2-3 mm großen dreikantigen Samen allenfalls auf türkischem Fladenbrot. Dabei war Schwarzkümmel schon im alten Ägypten als aromatisches, pfefferartiges Gewürz und als universelles Heilmittel bekannt: In Tutanchamuns Grab befanden sich in einem kleinen Tongefäß... Zum Artikel über Schwarzkümmel

 

 

Ahmad Abou Khnegar - Die Schlucht am Rand der Wüste / Hans Mauritz

Ahmad Abou Khnegar Unter den Touristen, die Oberägypten besuchen, und unter den Ausländern, die sich in Luxor oder Assuan niedergelassen haben, wissen wohl nur wenige, was „oberägyptische Literatur“ bedeuten könnte. Man darf sie deshalb nicht tadeln. Selbst für Ägypter aus dem Norden ist „al-Sa’îd“ eine ferne und fremde Welt. Ein Gouverneur der Provinz Luxor, der aus einer Stadt des Deltas stammt, hat vor nicht langer Zeit geklagt, er komme sich im Süden wie auf einem anderen Planeten vor. Was den Deutschen der Ostfriese ist, ist den Unterägyptern der „Sa’îdi“. Nichts amüsiert sie mehr als Witze über den Tölpel aus dem Süden, der ... Zum Portrait von Ahmad Abou Khnegar

 

Altägyptische Transportwege - Die Farshout-Routen / Stefan Gerke

Eselkarawane, Grabmalerei aus dem Grab des Amenmose (TT 89), Theben-West, 18. Dynastie, N. M. & N. de Garis Davies, in: JEA 26, 1940, Taf. 25 [Ausschnitt] Bei Armant, einer Kleinstadt südwestlich von Luxor, ändert der Nil seine Fließrichtung und beschreibt einen Halbkreis, den sogenannten Qena-Bogen. Nahe der Kleinstadt Farshout, bei Nag Hammadi, kehrt der Nil jedoch wieder zu seiner ursprünglichen Fließrichtung Nord-Nord-West zurück. Die Distanz von Armant über Qena nach Farshout, also den gesamten Qena-Bogen entlang, beträgt etwa 150 km, während die direkte Strecke den Bogen durchquerend etwa 50 km beträgt. Schon seit dem Alten Reich wurden verschiedene Routen . ...
Zum Artikel über die Farshout-Routen

 

 

Das Alte Ägypten in Cartoons/ Claudia Ali

© John DeeringAusnahmsweise will ich mich dem nicht ganz so ernsthaften Umgang mit dem alten Ägypten widmen: dem alten Ägypten als Sujet in Cartoons. Sie sind vor allem im englischsprachigen Raum zu finden und beschäftigen sich bevorzugt mit der Bauweise der Pyramiden und welchem Zweck sie wohl dienten, der Sphinx und der Frage, wie ihr die Nase abhanden kam, und dem Leben nach dem Tod - als Mumie. Was beweist, dass sich die Jenseitsvorstellung der Ägypter nicht wirklich herumgesprochen hat ... Zu den Cartoons

 

 

Ancient Egypt meets Street Art - Der Künstler Alaa Awad aus Luxor / Claudia Ali

Street-Art-Künstler Alaa Awad Es geschah in den 1920er Jahren nach der Revolution an prestigeträchtigen öffentlichen Gebäuden in Mexiko, seit 1969 während des Nordirlandkonflikts auf den Friedens-mauern ("Peace lines") in Belfast und während und nach der Revolution 2011 auf Mauern, Barrikaden, Hauswänden und Wachhäuschen in Ägypten, vor allem in Kairo: Revolution bringt Kunst hervor. Genauer gesagt Straßenkunst, sogenannte Murales (spanisch) oder Murals (englisch) - öffentliche Wandmalereien mit großflächigen zusammen-hängenden Motiven und politischen, sozialkritischen oder historischen Inhalten. Gemalt mit Spraydosen, Pinseln und Malerrollen. Wandmalereien haben in Luxor eine jahrtausendealte Tradition ... Zum Photo-Essay

 

 

Der Architekt Hassan Fathy / Claudia Ali

Hassan Fathy, (c) A.W. el-Wakil Nicht viele ägyptische Architekten sind über die Landesgrenzen Ägyptens hinaus bekannt - Hassan Fathy (arabisch: حسن فتحي) gehört zu ihnen. Sein besonderes Augenmerk galt der Schaffung von Wohnraum für die arme Bevölkerung in Entwicklungsländern, der einerseits bezahlbar ist, andererseits die vorherrschenden klimatischen Verhältnisse berücksichtigt, sich harmonisch in die Landschaft einfügt und den individuellen Bedürfnissen seiner Bewohner Rechnung trägt. Fathy entwickelte Lehmziegelhäuser, die traditionelle Bautechniken aufgriffen und mit geringsten finanziellen Mitteln gebaut werden können ... Zum Portrait von Hassan Fathy

 

 

Der athletische Pharao - Bogenschießen im Alten Ägypten / Stefan Gerke

Prinz Amenhotep II. beim Bogenschießen, Inschrift in KV 35 Bereits 2000 Jahre vor den ersten Olympischen Spielen spielte Sport im Alten Ägypten eine wichtige politische, soziale und kulturelle Rolle. Sport ist erstmalig in Ägypten attestiert, es ist zu vermuten, dass Ägypten das Ursprungsland des Sports ist. Das altägyptische Wort "sxmx-ib", was mit "sich amüsieren" bzw. "das Herz vergessen lassen" übersetzt werden kann, ist der Vorgänger des modernen Begriffs "Sport". In diesem Artikel über das Bogenschießen im Alten Ägypten beschränke ich mich ausschließlich auf den Bogenschießsport. Die Jagd mit Pfeil und Bogen sowie der Bogen als militärische Waffe werden nicht berührt ....
Zum Essay

 

Bildführer durch das Luxor-Museum / Claudia Ali

Luxor-Museum Das moderne, zweigeschossige Gebäude des Luxor Museum of Ancient Egyptian Art, kurz Luxor-Museum (arabisch: متحف الأقصر, Mathaf al-Uqsur) wurde am Freitag, dem 12. Dezember 1975 seiner Bestimmung übergeben. Die Ausstellung zeigt qualitativ herausragende Exponate. Es sind Fundstücke altägyptischer Kunst aus Theben-West und der näheren Umgebung von Luxor. Darunter befinden sich 16 perfekt erhaltene Statuen aus der bereits erwähnten Luxor-Cachette, Grabbeigaben aus dem Grab des Tutanchamun im Tal der Könige (KV62), die Rekonstruktion eines Mauerteils des von Echnaton in Karnak errichteten Aton-Tempels und vieles mehr. Der Bildführer stellt sie in 185 Fotografien vor. Zum Portrait des Museums

 

 

Bildführer durch das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst München / Claudia Ali

Ägyptisches Museum München - Sitzfigur des Priesters Neje und seiner Mutter Mutnofret Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst in München belegt mit mehr als 8.000 Objekten Platz 13 in der Weltrangliste der größten Sammlungen altägyptischer Kunst. Am 9. Juni 2013 erhielt München mit seinem Neubau weltweit den einzigen Museumsbau außerhalb Ägyptens, der ausschließlich altägyptischen Exponaten gewidmet ist. Auf 1.800 Quadratmetern perfekt klimatisierter und beleuchteter Ausstellungsfläche werden 2.000 Exponate gezeigt, vor allem Skulpturen, daber auch der Goldschmuck der meroitischen Königin Amanishakheto. Ich stelle Ihnen die neuen Räume des Münchner Ägyptischen Museums und die Highlights der Sammlung mit den wichtigsten Daten, aber vor allem in Bildern vor - es sind 275 auf 7 Seiten! Zum Portrait des Museums

 

 

Drei ägyptische Frauen – eine 3300 Jahre alte Liebesbeziehung: Umm Seti / Stefan Gerke

Umm Seti im Sethos-Tempel in Abydos, aus:  O’Connor, David u.a.: Ramsés II, Barcelona, 2007 In diesem Artikel soll es um die faszinierende Geschichte von drei ägyptischen Frauen gehen, die ein und dieselbe Person sind. Die Geschichte beginnt etwa 1290 v. Chr. in Abydos und führt über London, Sussex, Kairo und Giza zurück nach Abydos, wo sie 1981 endet. ... Dorothy Eady wurde am 16.01.1904 als einziges Kind einer gutbürgerlichen Familie in London geboren. Im Alter von drei Jahren stürzte das Mädchen eine Treppe hinunter, der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nach etwa 1 Stunde kommt der Arzt zurück, um den Totenschein auszufüllen, er findet Dorothy in ihrem Bett spielend vor und ... Zum Artikel über Umm Seti

 

 

Die Geister sind überall / Elisabeth Hartung

Dschinn - Illustration von Edmund Dulac, 1907... Die Existenz der Geister ist Glaubensinhalt und an vielen Stellen im Koran beschrieben. Anders als unsere Zwerge, Elfen, Feen gehören sie nicht ins Land der Märchen und Legenden, sondern die Dschinn sind Allahs Geschöpfe. Der Koran erwähnt drei verschiedene Geistwesen: Dschinn, Dämonen (Shaitan), Engel. Die Dschinn (arabisch: جن‎) sind machtvolle Wesen, die eine Welt für sich bilden, aber genau wie wir Menschen auf der Erde leben. Es gibt Herrscher unter ihnen, Sultane mit Kriegern, Dienern, Kindern und Frauen. Es gibt gute und böse Dschinn ...
Zum Artikel über die Geister

 

 

Golo – der französische Ägypter von al-Gurna / Hans Mauritz

Golo, (c) Rico Shen Von den deutschsprachigen Bewohnern von Luxor-Westbank wissen wohl nur wenige, dass in ihrer Nachbarschaft ein Künstler lebt, den man als Karikaturisten und Comiczeichner in Frankreich und in der kulturellen Szene von Kairo kennt und schätzt. Golo beobachtet seine europäischen Mitbewohner amüsiert und maliziös, aber er mischt sich wenig in ihr gesellschaftliches Treiben und pflegt wohl lieber Umgang mit den Einheimischen. Er scheint nicht sonderlich erpicht auf neugierige Besucher, erzählt nicht selbstverliebt von seiner Karriere, wirkt eher wortkarg und scheu. An Gurna schätzt er, dass ... Zum Portrait von Golo

 

 

Ein großer Sohn Luxors - der Erzähler Jachja Taher Abdallah / Hans Mauritz

Jachja Taher Abdallah Jachja Taher Abdallah (auch: Yahya Taher Abdullah und Yahya Al-Tahir Abd Allah) يحيى الطاهر عبد الله wurde 1938 in Karnak bei Luxor geboren, einem Dorf, das wegen seines pharaonischen Tempels auf der ganzen Welt berühmt ist. Er entstammte einer Familie, die nicht wohlhabend war, aber im Dorf großes Ansehen genoss. Jachjas Großvater Abdallah war so geachtet, dass ein ganzes Viertel nach ihm benannt wurde. Von diesem Prestige zeugen noch heute der große „diwân“, die Halle, in welcher sich die Familie zu Hochzeiten und Trauerfeierlichkeiten trifft, und die ihr angeschlossene Abdallah-Moschee. Jachjas Geburtshaus war die alte Dorfschule, in der sein Vater ... Zum Portrait von Jachja Taher Abdallah

 

 

Hassan Fathys Stoppelaëre House in Luxor - damals und heute / Claudia Ali

Stoppelaëre House - Kuppel nach der Restaurierung 2016, © Tarek Waly Der ägyptische Architekt Hassan Fathy (1900 - 1989) ist berühmt für seine Lehmziegelhäuser mit Arkaden, Windfängern (Malqafs), Holzgitterfenstern Mashrabiyas, Kuppeln und Kuppelgewölben. Basierend auf diesen Elementen traditioneller islamischer und nubischer Architektur entwickelte er seinen eigenen Baustil. 1950 erhielt er den Auftrag, das Stoppelaëre House zu bauen - es sollte eines seiner wichtigsten Bauwerke werden. Das Stoppelaëre House liegt malerisch am Eingang zum Tal der Könige auf dem ... Zum Artikel über das Stoppelaëre House

 

 

Hatschepsut, ein weiblicher Pharao / Klaus G. Müller

Hatschepsut, (c) Klaus G. Müller Der erste weibliche Pharao Hatschepsut ("Erste Dame") war eine der spektakulärsten Persönlichkeiten der an ungewöhnlichen Charakteren reichen 18. ägyptischen Dynastie. Als ihr Halbbruder und Gatte, Pharao Thutmosis II. 1490 v. Chr. starb, wurde ihr zweijähriger Stiefsohn Thutmosis III., später "der Große", sein Nachfolger. Hatschepsut führte zunächst die Regierungsgeschäfte für ihn als Regentin. Zwei Jahre später ließ sie sich zur Königin ausrufen und herrschte 22 Jahre. Dabei wurde ihre Erscheinung in Portraits, Reliefs und Sphingen immer männlicher, zeigte immer weniger weibliche Attribute ... Zum Kurzportrait von Hatschepsut

 

 

Karl May und Oberägypten / Stefan Gerke

Karl May 1895 Unlängst erschien anlässlich des 100. Todestages von Karl May ein Artikel über Karl May in Kairo. Nun ist es meine Absicht, mit diesem Artikel über Karl May in Oberägypten zu berichten. Als Quellen dienten mir die Reisetagebücher Karl Mays (im folgenden RT genannt), Faksimiles von Karten und Briefen, sowie Hotelrechnungen. Mehrere Erzählungen Karl Mays spielen zumindest teilweise in Ägypten, so z.B. das Buch „Menschenjäger", welches im Zeitraum von Januar 1891 bis September 1892, also etwa 7 Jahre vor seinem Ägyptenbesuch geschrieben wurde. Inhalt der Erzählung ist die Verfolgung von Sklavenhändlern und Sklavenjägern durch den Helden Kara Ben Nemsi. Orte des Geschehens sind Kairo, Assiut und der nördliche Sudan ...
Zum Essay über Karl May

 

 

Kinder Go Luxor e.V. - Geburt und erste Jahre eines Vereins / Manuela Nancekievill

Karl May 1895 Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal durch eine Reise mit Ägypten in Berührung kam, befiel mich neben der unbeschreiblichen Faszination der Landschaft, der Geschichte, der Tempel und Gräber sowie der Menschen gleichzeitig eine gewisse Verunsicherung über mein Leben in Deutschland. Ich öffnete meinen Kleiderschrank und fragte mich: Wozu brauche ich das alles? Meine Gedanken wanderten immer wieder zurück zu den liebenswerten und gastfreundlichen Menschen in Ägypten und dahin, dass viele nicht mal einen Kleiderschrank besaßen, geschweige denn genug zu essen oder eine angemessene Schul- und Berufsausbildung. Schnell war mir klar, dass ich Ägypten nicht nur „konsumieren“, sondern ... Zum Bericht über den Verein Kinder Go Luxor e.V.

 

 

Dem Künstler Mohsen Hamada über die Schulter geschaut / Claudia Ali

Der Künstler Mohsen Hamada Nicht alle Tage hat man die Gelegenheit einem Künstler bei der Arbeit zuzusehen, und doch ist es nun auf der Westbank von Luxor immer häufiger der Fall - so wie neulich beim Abendessen im Fayrouz-Hotel und -Restaurant. Dort nämlich hat der Künstler Mohsen Hamada seine Staffelei ausgepackt und entwirft Abend für Abend mit konzentrierter Aufmerksamkeit seine detailreichen Gouaches. Mohsen Hamada wurde 1968 in Qalubia bei Kairo geboren und lebt eigentlich in Gizeh, doch wenigstens einmal im Monat zieht es ihn für eine Woche nach Oberägypten, wo er in Luxor und ... Zum Portrait von Mohsen Hamada

 

 

Medizin und Magie - Die Göttin Selket, Skorpione und deren Beschwörung / Stefan Gerke

Selket-Figur vom Kanopenschrein Tutanchamuns, bemaltes und vergoldetes Holz, 18. Dynastie, Tal der Könige, Theben, heute im Ägyptischen Museum Kairo, (c) Ranofer Die Göttin Selket (Schreibvarianten: Serqet, Serket, Selqet) wird in Form eines Skorpions verehrt. In den bildlichen Darstellungen erscheint sie oftmals anthro-pomorph mit einem Skorpion auf dem Haupt. Die Gottheit trägt das Epitheton "Die, welche die Kehlen atmen lässt". Dieser Beiname lässt auf ihre Eigenschaft als Schützerin des Lebens schließen. Neben ihrer Rolle im Totenglauben, wo sie gemeinsam mit Neith, Isis und Nephthys am Lager des Osiris wacht, ist sie die Herrin des Lebens schlechthin, sie schützt es auch in der hiesigen Welt. In Bezug auf den König wird sie zusammen mit anderen Gottheiten angerufen, für seine Ernährung zu sorgen. Im Alltag .... Zum Essay über Selket

 

 

Muhammad Mustagab – der böse Spötter aus Oberägypten / Hans Mauritz

Muhammad Mustagab, (c) Lenos Verlag Seit kurzem erst hat der westliche Leser Gelegenheit, einen der eigenwilligsten Schriftsteller Ägyptens kennen zu lernen - Muhammad Mustagab. 2008 brachte die "American University in Cairo Press" den Band "Tales from Dayrut" heraus (1), und erst vor wenigen Wochen erschienen auf Deutsch die "Irrnisse und Wirrnisse des Knaben Numan". Mustagab wurde 1938 in Dairut al-Scharif geboren, einem Marktflecken in der Provinz Assiut. Er war Sohn eines einfachen Bauern, der mit seiner schönen Stimme das Volksepos von Abu Zeid al-Hilali rezitieren konnte. Die Stellung der Mutter war prekär, denn sie hatte vor dem kleinen Muhammad vier Mädchen zur Welt gebracht ... Zum Portrait von Muhammad Mustagab

 

 

Der Mythos vom Dorf oder „Die Hochzeit des Zain” / Elisabeth Hartung

Tayyib Salih (auch: Tajjib Salich) Die Hochzeit des Zain” ist eine Erzählung des 2009 verstorbenen sudanesischen Autors Tayyib Salih (auch: Tajjib Salich). Er veröffentlichte sie 1966, und sie ist im Gefolge seines 1971 erschienenen Romans „Zeit der Nordwanderung”, der Kultstatus erlangte, ebenfalls berühmt geworden. In diesem Roman wird in meisterlicher Weise ein Thema gestaltet, das im 20. Jahrhundert zu einem Hauptthema der arabischen Literatur geworden ist: der Einfluss des Westens auf Menschen, die ihre Wurzeln in traditionellen Gesellschaftsstrukturen der sogenannten dritten Welt haben und die ihr Land verlassen, um sich das Wissen der sogenannten ersten Welt anzueignen. Zum Portrait von Tayyib Salih

 

 

"Nubien, mein ertrunkenes Land" / Hans Mauritz

Muhammad Mustagab, (c) Lenos Verlag„Horus“, die Zeitschrift der Egyptair, berichtet in ihrer Ausgabe vom November 2013 über den Hochdamm von Assuan, der nach 10jährigem Bau im Jahre 1971 eröffnet wurde. Er wird als Jahrhundertwerk gepriesen und in seiner Bedeutung verglichen mit den Tempeln der Pharaonen und dem Bau des Suezkanals. Dann wird daran erinnert, dass man Jahre vor der Überflutung, welche das Land der Nubier in einen etwa 550 km langen Stausee verwandeln sollte, ein anderes, nie dagewesenes Projekt realisiert hat: Nach einer von der UNESCO lancierten internationalen Kampagne werden die Tempel von Abu Simbel, von Philae und andere demontiert und ...
Zum Artikel über Nubien und Haggag Oddoul

 

 

Pharao Echnaton / Claudia Ali

Statuette von Pharao Echnaton mit der Blauen Krone und einem Opfertablett, Kalkstein, Höhe: 43 cm, 18. Dynastie, Amarna, (c) Ägyptisches Museum, Kairo Echnaton (oder Akhenaten) war der 10. Pharao der 18. Dynastie. Seine Eltern, Pharao Amenhotep III. und Teje, Große Königliche Gemahlin und Mitregentin, lebten in Malqata, dem prächtigen Palast, den Amenhotep III. im westlichen Theben gebaut hatte - eigenartig, denn am westlichen Nilufer lag ansonsten nur die Totenstadt. Offensichtlich hatte sich schon Echnatons Vater bewusst vom Einflussbereich der Amunpriester des Karnak-Tempels entfernt. Echnaton, damals hieß er noch Amenhotep IV. ("Amun ist zufrieden"), wurde vermutlich in Malqata geboren und lebte dort zusammen mit seinen 6 Geschwistern. Die Jugendzeit in Malqata prägte Echnatons Lebensphilosophie.... Zum Portrait von Pharao Echnaton

 

 

Portraits ägyptischer und arabischer/afrikanischer Filme / Claudia Ali

Statuette von Pharao Echnaton mit der Blauen Krone und einem Opfertablett, Kalkstein, Höhe: 43 cm, 18. Dynastie, Amarna, (c) Ägyptisches Museum, Kairo In Luxor finden regelmäßig Filmfestivals statt, die uns für das Fehlen eines Kinos etwas entschädigen: das Luxor African Film Festival und das Luxor Egyptian and European Film Festival. Da dort manche Filme, insbesondere die Klassiker, immer wieder gezeigt werden, habe ich hier die in den News besprochenen Filme geordnet nach Entstehungsjahr zusammengetragen und die Beschreibungen um einige Daten ergänzt. Die Filmportraits werden laufend aktualisiert. ....
Zu den Filmportraits

 

 

Taha Hussein - vom blinden Jungen aus Oberägypten zum Dichterfürsten / Hams Mauritz

Taha Hussein Als Taha Hussein am 31. Oktober 1973 zu Grabe getragen wird, reihen sich unzählige Ägypter aus allen Gesellschaftsschichten in den Trauerzug, der durch die Straßen von Kairo zieht: Der Verstorbene gilt als der erste große Schriftsteller des modernen Ägyptens und wird in der ganzen arabischen Welt als عميد الأدب „’amîd al-adab“, als „Doyen der Literatur“, verehrt. Er war Romancier, Essayist, Philosoph, Historiker, Übersetzer, Literaturkritiker und Publizist, wirkte als Professor, Dekan und Rektor an den Universitäten Kairo und Alexandria und erhielt 1950 als Erziehungsminister ein Regierungsamt; er verfasste mehr als siebzig Werke, die in ein Dutzend Sprachen ...
Zum Essay über Taha Hussein

 

 

Tauben und Tauben-Türme / Klaus G. Müller

Moderner ägyptischer Wandteppich: Tauben-Türme, (c) Klaus G. Müller Nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren ereignete sich – an mehreren Orten gleichzeitig - die neolithische Revolution, das Sesshaft-Werden von vorher nomadischen Menschen in Haus und Hof mit Ackerbau und Viehzucht, der Beginn unserer Zivilisation. Es war das wichtigste Ereignis in der Menschheitsgeschichte vor der digitalen Revolution des Internet. Es hat uns neben der Zähmung anderer Haustiere auch die Tauben beschert. Tauben, die heute viele hassen: Straßen-Tauben, die Ratten der Lüfte, die man mancherorts bei Strafandrohung noch nicht einmal füttern darf, damit sie sich nicht so stark vermehren, und edle Geschöpfe, die ... Zum Artikel

 

 

Thomas Mann und Luxor / Stefan Gerke

Thomas Mann 1929 Es ist schon viel über das Thema Thomas Mann und Ägypten geschrieben worden, nicht zuletzt von Professor Assmann "Thomas Mann und Ägypten" in diesem Jahr. Die meisten dieser Bücher beschäftigen sich mit Echnaton, dem Monotheismus und Joseph. Als Luxorianer und großem Bewunderer von Thomas Mann kam mir der Gedanke etwas über Thomas Mann und Luxor zu schreiben. Thomas Mann und Luxor – man wird fast verleitet, hier den Inbegriff für etwas sehr Schönes zu sehen: Der geniale Nobelpreisträger Thomas Mann und die (ehemals) nette, charmante, orientalische Kleinstadt am Nil. Um die Beziehung von Thomas Mann zu Luxor besser zu verstehen .... Zum Essay über Thomas Mann in Luxor

 

 

Trauerrituale in Oberägypten / Elisabeth Hartung

Klagefrauen aus dem Buch von Erich Lessing: Geheimnisvolles Ägypten, 1991 In den Dörfern Oberägyptens gelten trotz der zahlreichen Kontakte mit Touristen noch immer die alten Bräuche und Regeln - und es herrscht die entsprechende soziale Kontrolle. Wenn ein Dorfbewohner gestorben ist, wird man oft zuerst durch das Wehgeschrei der Frauen aufmerksam gemacht. Es sind laute, an- und abschwellende, heulende Klagelaute, die durch Mark und Bein gehen. Wie aus dem Nichts tauchen viele schwarze Gestalten auf und streben einem bestimmten Haus zu. Bald fährt auch ein Lautsprecherwagen durch die Strassen des Dorfes und der angrenzende Quartiere und verkündet den Namen des gerade Verstorbenen. Freunde und Nachbarn strömen ... Zu den Trauerritualen

 

 

Unser tägliches Brot gib uns heute – über das eucharistische Brot Qurban / Stefan Gerke

Brotstempel, Franziskaner-Kirche Luxor, (c) Stefan Gerke Während bei den Eucharistien in europäischen Ländern den Gläubigen eine Oblate gereicht wird, so geschieht dieses in Ägypten nur in den seltensten Fällen. Bei ägyptischen Gottesdiensten wird zur Kommunion ein Stück Brot gereicht, das sogenannte Qurban. Dieser Brauch gilt für alle koptischen Kirchen, orthodox, uniert, katholisch und protestantisch. Es ist meine Absicht, Ihnen mit diesem Artikel den Ursprung, sowie die Verwendung des Qurbans vorzustellen. Um die koptische Legende des Ursprungs des Weizens bzw. des Brotes besser zu verstehen, müssen wir uns dem altägyptischen Gott Osiris zuwenden. ....
Zum Essay über das eucharistische Brot Qurban

 

 

Kurzgeschichten:

Ali der Beschützer / Elvira Grünert

Stadthaus in Kairo, (c) Elvira Grünert Wir wohnten in einem riesigen Stadthaus in Kairo im 8. Stock. In diesen Häusern ist es üblich, dass sich ein oder zwei Portiers in der Halle im Erdgeschoss aufhalten. Diese helfen beim Tragen des schweren Einkaufes und bringen die Bewohner oder Besucher mit dem Aufzug in die gewünschte Etage. Sie sind gut darüber informiert, was im Haus passiert. Einer der Portiers war Ali, ein kleiner molliger dunkelhäutiger Nubier. Er trug einen weißen Turban und eine weiße Galabaya. Ich mochte Ali sehr. Er war immer freundlich und zuvorkommend, sein Gesicht strahlte, wenn ... Zur Kurzgeschichte ( 122 KB)

 

 

Autoreparaturen / Elvira Grünert

Wir hatten einen gebraucht gekauften Jeep in eine Fachwerkstatt gegeben, weil einige Reparaturen notwendig waren. Mit dem Werkstattleiter besprachen wir, was alles in Ordnung gebracht werden sollte. Wir erklärten, man könne sich Zeit lassen, denn wir wollten für drei Wochen nach Frankreich fliegen. Für alle Fälle hatten wir die Telefonnummer eines ägyptischen Freundes hinter-lassen. Nach unserer Rückkehr riefen wir bei der Werkstatt an. Man versicherte uns das Auto sei fertig und alles in Ordnung. In der Werkstatt zeigte uns der Angestellte, was alles repariert wurde ... Zur Kurzgeschichte ( 30 KB)

 

 

Tierhüterin / Elvira Grünert

Kann man einer Freundin, die einem schon viel Gutes getan hat und bei der man immer willkommener Gast ist, eine Bitte abschlagen, auch wenn man meint, gar nicht fähig zu sein, dem Wunsch nachzukommen oder ihn erfüllen zu können, aus Mangel an Kenntnissen, aus Mangel an Wissen? Ich konnte es nicht und so ließ ich mich auf das Abenteuer ein, für einige Tage ihre Tiere zu hüten und zu versorgen. Die Freundin wohnt, dort wo die Wüste beginnt, beim Tal der Könige. Sie besitzt ein Haus, einen großen Garten und – 19 Tiere. Ich mag Tiere, aber ich hatte nie das Bedürfnis mir selbst welche zuzulegen. Außer der Stubenkatze meiner Schwester, und dies war damals eine ziemlich unkomplizierte Sache, ... Zur Kurzgeschichte

 

 

Kindergeschichten:

Salim erzählt vom Mond I - Zu Hause / Astrid Kühnemann

Yassien stand auf der Dachterrasse des Hauses, in dem er mit Mama, Papa und Ali wohnte. Das Haus befand mitten in der großen Stadt Kairo. Yassien konnte den Mond sehen. Er stand als rötlich-orange-leuchtende Scheibe über den Mokkatam-Hügeln.„Mond, ich habe dich schon so oft gesehen“, sagte Yassien. „Du bist so rund und leuchtest so schön. Ich habe dich lieb!“ Der Mond sagte nichts.
„Bitte, lieber Mond, sag doch etwas! Warum stehst du da am Himmel? Warum kann ich dich nur in der Nacht sehen? Wo bist du am Tag? Wieso leuchtest du so?“ Der Mond sagte wieder nichts... Zur Kindergeschichte

 

 

Salim erzählt vom Mond II - Die Revolution / Astrid Kühnemann

„Ah, da bist du ja, Yassien“, sagt Mama, als sie ihm die Tür öffnet. „Ich bin stolz auf dich, dass du schon allein von der Schule nach Hause gehen kannst!“ Yassien lacht. Dann sagt er: „Mama, auf der Straße sind ganz viele Soldaten. Und zum Militärmuseum darf man nicht gehen.“
„Wie meinst du das?“ Mama guckt Yassien fragend an. „Auf der Straße hier sind immer Soldaten. Sie sind am Abdin-Palast stationiert, das weißt du doch.“„Ja, aber sie sind überall. An allen Straßenecken stehen welche." „Hm“, macht Mama. „Und die Straße zum Museum ist gesperrt?“ „Ja“, sagt Yassien. „Dort haben sie ... Zur Kindergeschichte

 

 

Erfahrungsberichte, Fotoberichte:

Ballonfahren in Luxor / Irmingard Stelter

Heißluft-Ballon über der Westbank von Luxor Als ich vor 15 Jahren mein Winterdomizil in Luxor einrichtete, konnte ich nicht ahnen, dass mich hier meine Leidenschaft für das Heißluftballon-Fahren wieder einholen würde. Doch gleich in den ersten Wochen wurde ich immer wieder vom typischen Fauchen eines Brenners geweckt, rannte im Schlafanzug auf die Dachterrasse - und konnte mich dort fast problemlos mit Pilot oder Gästen verständigen! Denn das Tieffahren ist die Leidenschaft vieler örtlicher Piloten. Gab es mit HOD-HOD-Soliman zunächst nur ein Unternehmen in Luxor, so sind es heute etwa 30, und der Himmel hängt jeden Morgen voller bunter Tropfen ... Zum Artikel ( 48 KB)

 

Danke Mariam! oder Sprechstunde am oberägyptischen Nil / Andreas Knoblauch

Naqada Nile Hospital Das Nile Hospital in Naqada ist eine Institution der Egyptian Medical Services (EMES). Älteren Ägyptenkennern mag die Vorgängerin, das «Schweizer Spital in Assuan» noch in Erinnerung sein. Ich erinnere mich, dass meine Mutter in den 50er Jahren alljährlich um die Neujahrszeit, die wir im Katarakt Hotel verbrachten, diesem Spital einen Besuch abstattete und neue Bettwäsche brachte.
Naqada ist eine Kleinstadt 30 Kilometer nilabwärts von Luxor. Nach langen Vorarbeiten konnte 2006 das Spital eröffnet werden. Dank Spenden, Beiträgen der Schweizerischen Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) und dank qualitativ hochstehender Dienstleistungen konnte sich das Spital innerhalb kurzer Zeit einen ausgezeichneten Ruf erwerben...
Zum Artikel ( 536 KB, Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Andreas Knoblauch und der Schweizerischen Ärztezeitung, 2011;92: 37, 1435-1436)

 

 

Der Held und die 60.000 Zelte - Die Wallfahrt zum heiligen Georg in Riziqat / Stefan Gerke

Shenuda aus Nag´ Hammadi, (c) Stefan Gerke Jedes Jahr findet vom 1. bis 7. Hatur (10. bis 17. November) die größte oberägyptische Wallfahrt, die zum Kloster des heiligen Georg in Riziqat bei Armant, etwa 30 km südwestlich von Luxor führt, statt. Offizielle Quellen sprechen von 1,5 Millionen Teilnehmern. Mein Nachbar in Luxor, der für die Elektrik Verantwortliche, teilte mir mit, dass etwa 60.000 Zelte mit einem Stromanschluss versehen wurden. Bei etwa 10 bis 15 Personen je Zelt, nicht wenigen Zelten ohne Strom sowie den vielen Tagesbesuchern komme ich zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Wallfahrt beginnt bereits einige Tage vor dem 1. Hatur. Christen aus allen .... Zum Artikel

 

 

Ich glaub’, ich steh’ im Wald - Ausflug zu Luxors "Man-Made Forests" / Claudia Ali

Luxor Man-Made Forest Wald in Luxor? Undenkbar. Und dann gleich zwei? Nur etwa 45 Minuten Fahrzeit braucht es von der Luxor Westbank zu dem beiden Wäldern, die die ägyptische Regierung mit amerikanischer bzw, deutscher Hilfe in der östlichen Wüste Luxors realisiert hat. Unter der sachkundigen Leitung des Botanikers Claude Chauvineau erforschten wir das Gelände. Nennen wir den von der United States Agency for International Development, US-AID, angeregten und verwirklichten Wald den "amerikanischen Wald". Hier war unsere erste Statiion. Er erstreckt sich an zwei Seiten von drei Bewässerungsbecken, die auf unterschiedlichen Ebenen liegen. ...
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Impressionen vom Kamelmarkt in Darau bei Kom Ombo / Claudia Ali

Auf dem Kamelmarkt in Darau Das Dorf Darāu (arabisch: دراو) liegt 8 km südlich von Kom Ombo. Sein Kamelmarkt (arabisch: sūq el-gimāl سوق الإبل) gehört zu den drei Kamelmärkten, die für sich beanspruchen, der größte Ägyptens zu sein. Die Kamele kommen aus dem Sudan - zum Teil per Schiff, zum Teil auf einer alten Karawanenroute, der "Vierzig-Tage-Straße" (arabisch: Darb el-arba'in). Früher transportierten sie kostbare Güter vom Sudan nach Ägypten, heute sind sie selbst das Handelsgut. Manche werden in Darāu verkauft, manche werden nach Birqāsch gebracht, einem Dorf mit Kamelmarkt in der Nähe von Kairo. Neueingetroffene Kamele kommen zunächst .... Zum Fotobericht

 

 

Pferderennen zu Ehren des Propheten - ein Fotobericht / Claudia Ali

Pferderennen zu Ehren des Propheten Die Tradition ist 123 Jahre alt: In einem kleinen Dorf bei Luxor in der Nähe des Flughafens findet jeweils am Vortag des Geburtstag des Propheten Mohammed ein Pferderennen (arabisch: المرماح al-mirmâh) statt. Das Datum ändert sich jedes Jahr (2014 war es der 13. Januar), da sich der islamische Kalender nach dem Mond richtet und das Jahr 10 bis 11 Tage dadurch kürzer ist als unseres. Wir hatten also gestern für eine kleine Gruppe die Fahrt in dieses Dorf organisiert. Als wir am frühen Nachmittag ankamen, wies man uns "ausländischen Ehrengästen" sofort Plätze auf der bestuhlten Ehrentribüne zu. Die ersten Pferde wurden gerade auf Pickups herangeschafft ... Zum Bericht

 

 

Reisen wie im 19. Jahrhundert - Segeln auf dem Nil an Bord einer Dahabeya / Claudia Ali

Reisen wie im 19. Jahrhundert - Segeln auf dem Nil an Bord einer Dahabeya "Segeln: die teuerste Art, unbequem und langsam zu reisen" - Der Unbekannte, von dem dieser Spruch stammt, hatte offensichtlich niemals das Vergnügen, auf einer ägyptischen Dahabeya, einem 2-mastigen, großen Hausboot, zu reisen. Teuer? Nicht, wenn man Preis und Kabinenanzahl in Relation mit den großen Nilkreuzfahrtschiffen setzt. Langsam? Durchaus, aber darin liegt eben der Reiz. Unbequem? Keinesfalls! Die luxuriösen Segelschiffe lassen keinen Komfort vermissen. Alles, was man sonst noch braucht, damit die Nilreise an Bord einer Dahabeya zu einem unvergesslich schönen Erlebnis wird, ist eine angenehme Gesellschaft ...
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Zu Gast im Atelier von Alaa Awad / Claudia Ali

Alaa Awad Wir hatten vereinbart, dass uns Alaa auf meinen Anruf hin in der Nähe des Ramesseums abholen würde. "In fünf Minuten bin ich da!" Ich habe keine Zeit, darüber nachzudenken, ob es wohl ägyptische fünf Minuten sein werden, denn er kommt bereits den Hügel herauf. Alaa Awad, Street Art-Künstler und Dozent an der Kunstakademie in Luxor, ist mittlerweile weit über die Grenzen Ägyptens hinaus bekannt. Er hat eine etwa 18 Meter lange Mauer in North Adams (Massachusetts) mit seinen beeindruckenden, pharaonisch inspririerten Motiven gestaltet und ...
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Zur Erinnerung an Alaa Awads Mural "The Game" in Luxor / Claudia Ali

Alaa Awads Mural "The Game" in Luxor An der Mauer einer Jungenschule in Luxor gleich neben der Kunstakademie entstand im Juni 2012 aus Anlass der ägyptischen Präsidentschaftswahlen ein beeindruckendes Mural von Street-Art-Künstler und Kunstakademie-Dozent Alaa Awad mit dem Titel "The Game" - "Das Spiel". So sah die ganze Wand noch bis vor wenigen Wochen aus ...
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Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autoren.



 
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