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Leben-in-Luxor-Lexikon des modernen Luxor von A - Z

mit einigen anderen wichtigen Landesinfos und Tipps

von Claudia Ali, letztes Update 25.09.15

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Nicht nur das pharaonische Luxor, auch das moderne Luxor liegt zu beiden Seiten des Nils: die große Stadt mit ihrem geschäftigen Treiben am Ostufer (Eastbank), die beschaulichen dörflichen Siedlungen am Westufer (Westbank), wo auch der Großteil der Sehenswürdigkeiten, die Thebanische Nekropole, zu finden ist, die Luxors Anziehungskraft ausmachen.

In diesem Lexikon hier finden Sie auch Orte und Plätze, die nicht in Luxor liegen, aber einen Bezug zur Stadt haben. Damit Sie komfortabel suchen können, haben wir unsere Lexikonseiten mit zahlreichen internen Querverweisen (blau) versehen. Angaben von Öffnungszeiten und Telefonnummern ohne Gewähr.



Abu el-Haggag (Abū el-Haggāg):
Der Überlieferung nach war Yusuf Abu el-Haggag ein Sufi-Scheich aus Damascus (oder Bagdad - da gibt es widersprüchliche Quellen). Im Jahr 1221 kam er auf dem Rückweg seiner Pilgerfahrt nach Mekka in Luxor an und beschloss zu bleiben. Das war allerdings nicht so einfach, wie es zunächst klingt. Damals war Luxor koptisch und wurde beherrscht von einer Koptin, die "die Prinzessin" genannt wurde. Ihre Soldaten verdächtigten den Scheich der Spionage und brachten ihn zu ihr. Er beschwerte sich über die rabiate Behandlung und trug seinen Wunsch vor, Bürger von Luxor zu werden. Sie gestattete es ihm großzügig. Dann erbat er sich zusätzlich ein Stück Land in der Größe einer Kamelhaut. In der Annahme, dass es sich dabei maximal um 2 Quadratmeter handeln könnte, willigte die Prinzessin ein und unterschrieb einen entsprechenden Vertrag. Doch Abu el-Haggag nahm die Kamelhaut, zerschnitt sie vor Zeugen in wenige Millimeter breite Streifen und grenzte damit einen weit größeren Bereich des Luxor-Tempels ein. Die Lady fühlte sich zunächst betrogen, doch dann siegte ihre Bewunderung für die Findigkeit des Gelehrten. Ja, sie konvertierte sogar zum Islam. Damals befand sich an der eingegrenzten Stelle eine koptische Kirche. Die Prinzessin willigte ein, dass Abu el-Haggag auf deren Fundamenten eine Moschee bauen ließ: die Abu-el-Haggag-Moschee im Luxor-Tempel. Der Scheich gründete eine Sufi-Schule und vollbrachte allerlei Wunderheilungen und andere mysteriöse Taten. Als er 1243 starb, wurde er unter der Moschee begraben.
Zu Ehren von Abu el-Haggag findet in Luxor jedes Jahr ca. zwei Wochen vor Ramadanbeginn ein großes zweitägiges Fest (Mulid), das Abu-el-Haggag-Festival, statt, bei dem große Boote in Prozessionen durch die Straßen gezogen werden.

Abu-el-Haggag-Moschee in Luxor:
Ein Teil des früher unter Sand und Geröll begrabenen Luxor-Tempels wurde im 13. Jh. mit der Abu-el-Haggag-Moschee überbaut, die daher 5 Meter höher als der restliche Tempel liegt. Mit Hieroglyphen bedeckte Tempelmauern und Säulen wurden in die kürzlich restaurierte Moschee integriert. Das Grab des Schutzheiligen befindet sich unter der Moschee in einer ehemaligen koptischen Kirche.
Die Moschee wurde im 19. Jh. komplett erneuert und mehrfach restauriert, zuletzt 2008/2009 (s. News vom 18.08.09).

Abu el-Haggag Moschee: Gebetsraum
Gebetsraum der Abu-el-Haggag-Moschee: Die pharaonischen Reliefs im
Hintergrund wurden mit grünem Glas, der Farbe des Islam, abgedeckt

Ägyptisches Museum (‏Al-Mathaf al-Masri - المتحف المصري) in Kairo:
Das weltweit größte Museum für altägyptische Kunst wurde 1902 eröffnet und befindet sich in der Innenstadt von Kairo, 720 km nördlich von Luxor. Träger ist der Supreme Council of Antiquities. Es enthält mehr als 120.000 Werke aus allen Epochen, darunter die auf der Westbank gefundenen Mumien verschiedener Pharaonen, die Grabausstattung aus dem Grab des Sennedjem (TT1) in Deir el-Medina, 3.500 Fundstücke aus dem Grab Tutanchamuns (KV62) Einzelstücken - ca. 1.700 sind im Museum ausgestellt - sowie Funde aus der Amarna-Zeit. Lesen Sie mehr...

Alabaster:
Alabaster ist eigentlich eine Gips-Varietät (Calciumsulfat). Seine Farbe kann je nach Förderstelle weiß, hellgelb, rötlich, braun oder grau sein. Bei Ägyptischem Alabaster handelt es sich jedoch um eine Varietät des Calcit (Kalksinter, Onymarmor) mit ähnlichem Aussehen. Er ist wasserunlöslich und härter als Gips-Alabaster. Während Alabaster-Vasen und andere kunsthandwerkliche Gegenstände lichtdurchlässig und matt poliert sind, erhalten die kompakteren Stücke aus Ägyptischem Alabaster eine glänzende, oft eingefärbte Oberfläche. Sie erhalten beide Arten als (Massen-)Fabrikware oder als Handarbeit - in Qurna können Sie den Handwerkern noch bei der Arbeit zusehen.

Alkohol:
Ägypten ist ein islamisches Land, die einheimische Bevölkerung trinkt daher in der Regel keinen Alkohol. In etlichen Hotels und Restaurants wird aber dennoch Alkohol ausgeschenkt. In Luxor gibt es darüber hinaus spezielle von Christen geführte Läden, die einheimische Alkoholmarken verkaufen. Zwei Tage nach Ihrer Ankunft in Ägypten können Sie außerdem in Duty Free Shops einkaufen. Auf offener Straße sollten Sie jedoch niemals Alkohol trinken.

Assuan-Hochdamm (Sadd el-ʿAli - ‏السد العالي):
Der 1971 eröffnete Hochdamm befindet sich 13 km südlich der Stadt Assuan (Aswan), die 210 km entfernt von Luxor liegt. Er staut den Nil zu einem riesigen See, dem Nassersee, auf. Gebaut wurde er, um größere Gebiete durch Bewässerung kontinuierlich landwirtschaftlich nutzbar zu machen, um die Wasserversorgung auch in Trockenperioden sicherzustellen, die Schiffbarkeit des Nils zu verbessern, Strom zu erzeugen und um die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Doch das aufgestaute Wasser verursacht(e) auch etliche Probleme. Um nur einige zu nennen:

  • Etliche Kulturdenkmäler drohten durch den Bau in den Wassermassen zu versinken, darunter der Tempel von Abu Simbel und der Tempel von Philae. Beide wurden durch Versetzung an höhere Standorte gerettet.
  • Ein Großteil der nubischen Kultur ging durch die Umsiedlung ganzer Dörfer verloren.
  • Der Nilschlamm, der früher während der Überschwemmungsperioden das Land fruchtbar machte, bleibt nun entlang des Nils aus und lagert sich stattdessen direkt im Nassersee ab, dessen Wasserkapazität dadurch immer kleiner wird, während das Land an den Ufern korrodiert. Das Ausbleiben des Nilschlamms führt auch zu einem vermehrten Absinken des Nildeltas.

Bahnhof:
Der Bahnhof befindet sich in der Innenstadt in der Sharia Mahatta. Fahrkarten für die klimatisierten Schnellzüge sind gleichzeitig Platzkarten und gelten nur für einen bestimmten Zug. Tel. +2 095 238 5216 und +2 095 237 2018, Schlafwagen +2 095 237 2015.

Bakschisch ( Baqshish):
Das Wort kommt aus dem Persischen und bedeutet eigentlich "Almosen". Heute wird es für "Trinkgeld" benutzt. In Ägypten ist es nicht nur in Restaurants und Imbissen üblich, Trinkgelder zu geben, sondern auch für jede andere Dienstleistung (allgemeine Richtlinie: 10%).

Busbahnhof:
Der Busbahnhof der Linie Upper Egypt Travel liegt außerhalb des Zentrums in der Nähe des Flughafens. Die Busse fahren ans Rote Meer, nach Kairo und nach Assuan.

Calèche:
Das französiche Wort bezeichnet eine mit einem einzelnen Pferd bespannte offene Kutsche mit Klappverdeck und zwei bis vier Sitzen. Calèches verkehren nur auf der Eastbank.

Christen
s. Kopten

Corniche:
Der Name meint in der Regel nur die östliche Uferstraße am Nil (Corniche el-Nile Street). Die nicht asphaltierte Uferstraße im Westen soll in den nächsten Jahren ebenfalls zur Corniche ausgebaut werden.

Dahabeya:
Die 34,5 m langen, schmalen Nilschiffe mit 2 Segeln, Verdeck und Kajüte sind Luxusschiffe, die für Kreuzfahrten auf dem Nil und auf dem Nassersee genutzt werden. Echte Dahabeyas (arabisch für "die Goldenen") waren und sind aus Holz und hatten keinen Motor. Mittlerweile werden sie jedoch auch aus Eisen gebaut und brauchen dann wegen ihres Gewichts einen Motor. Lust auf eine Kreuzfahrt? Lesen Sie mehr...

Duty Free Shop:
Direkt nach Ihrer Ankunft in Ägypten bis maximal 48 Stunden danach haben Sie Gelegenheit, Alkohol und Zigaretten zollfrei einzukaufen. Sie finden die Shops direkt im Flughafengebäude, in Awameya und in Karnak.

Eastbank:
So wird "neudeutsch" das östliche Nilufer von Luxor (arabisch الأقصر, al-Uqsur) genannt. Hier befindet sich die Großstadt Luxor mit internationalen Hotels (z.B. das berühmte Old Winter Palace), Bahnhof, Busbahnhof und dem Internationalen Flughafen.
Im alten Ägypten befand sich auf der östlichen Seite des Nils das eigentliche Siedlungsgebiet, während auf dem westlichen Nilufer die Totenstädte (Nekropolen) lagen. Mitten in Luxors Zentrum steht noch heute der Luxor-Tempel. Der Karnak-Tempel liegt nördlich der Stadt im Dorf Karnak.
Am 07.12.09 wurde Luxor zum eigenständigen Gouvernement erklärt (s. News).

El-Qurn (القرن):
Mit 420 Metern ist El-Qurn (= Das Horn) der höchste Gipfel der Thebanischen Berge auf der Westbank. In der ägyptischen Mythologie heißt es, dass die Göttin Meretseger ("Die die Stille liebt") über den pyramidenförmigen Berg herrschte und er sie verkörperte. Der Gipfel kann entweder vom Tal der Könige oder von Deir el-Medina aus erreicht werden.

Fähre:
Zwischen Luxor Eastbank und Luxor Westbank verkehrt etwa auf Höhe des Luxor-Tempels regelmäßig eine Fähre (ma'diya), die Einheimische und Touristen ans jeweils andere Ufer bringt. Autos können den Nil nur über eine Brücke am südlichen Stadtrand (7 km vom Zentrum entfernt) überqueren.

Feluke (Felucca, Felucke):
Das ist der Name für ein kleines, meist einmastiges Segelboot mit einem trapezförmigen Tuch. Die meisten Felucken verfügen über ein Sonnendach, so dass sie zu jeder Tageszeit einen Ausflug auf dem Nil genießen können.

Flughafen
s. Luxor International Airport

Fotografieren:
Das Fotografieren von Tempeln und Außenanlagen von Gräbern ist normalerweise erlaubt (Ausnahme: Tal der Könige). Zum Schutz der empfindlichen Wandmalereien dürfen Gräber innen in der Regel nicht fotografiert werden. Alles, was auch nur im Entferntesten als militärische Anlage gelten könnte, fotografieren Sie besser nicht. Was das Fotografieren von Menschen angeht, ist es wie überall sonst auf der Welt ein Gebot der Höflichkeit, vorher zu fragen.

Geld und Währung:
In Ägypten wird mit Ägyptischen Pfund (LE, EGP) bezahlt. Den aktuellen Euro-Wechsel-Kurs erfahren Sie von unserem Währungsrechner. Bargeld können Sie in Banken, Wechselbüros und sogar an manchen Geldautomaten tauschen, an denen Sie auch jederzeit mit Ihrer EC-Karte oder Kreditkarte bargeldlos Geld bekommen.

Grand Egyptian Museum:
Da das Ägyptische Museum Kairo aus allen Nähten platzt, wurde am 4. Februar 2002 der Grundstein für den 550 Millionen US Dollar teuren Neubau des Grand Egyptian Museum (GEM) gelegt. Direkt neben den Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau werden auf 150.000 Quadratmetern das Museum mit 92.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, Forschungszentrum, Werkstätten, Depots, Erlebnispark, Theater und Restaurants entstehen (s. News). Die Eröffnung ist für 2015 geplant. Das umgebaute "alte" Museum wird mit erweiterten Öffnungszeiten in Betrieb bleiben, der Grabschatz des Tutanchamun wird dann aber ins GEM umziehen.

Habu (هابو):
Das Dorf, das Medinet Habu, den Totentempel Ramses III. umgibt, ist Gegenstand eines interessanten Projektes geworden: Hier soll nach dem Wunsch der Regierung in Kairo in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung die erste planmäßige Dorferneuerung Ägyptens mit Bürgerbeteiligung erfolgen (s. News).

Hadsch-Malerei:
Der Hadsch (Hagg - ‏حج) ist die islamische Pilgerfahrt nach Mekka und zählt zu den fünf Säulen des Islam. Manche Mekka-Pilger lassen sich nach ihrer Rückkehr ihr Haus mit Malereien zur Pilgerfahrt schmücken. Aus der Art der Darstellung ist erkennbar, mit welchem Verkehrsmittel die Pilgerreise angetreten wurde. Auf der Westbank von Luxor finden sich viele dieser liebevoll verzierten Häuser. Lesen Sie mehr...

Hassan Fathy (1900 - 1989):
Der international bekannte Architekt wurde berühmt für seine Lehmziegelhäuser, was es selbst den Ärmsten möglich machte, mit geringsten Mitteln zu bauen. In seiner Architektur ließ er traditionelle Bautechniken wie das nubische Gewölbe ("domes") wieder aufleben und bezog Überlegungen für ein gesundes Wohnen mit natürlicher Klimatisierung ebenso mit ein wie Ideen für altorientalisches Design. 1973 veröffentlichte Fathy das Buch "Architecture for the Poor" und bekam 1980 als erster den Alternativen Nobelpreis ("...for saving and adapting traditional knowledge and practices in building and construction for and with the poor").
Die Honorare für seine Villen, von denen er einige im Ausland, andere für vornehme Auftraggeber wie Prinz Sadruddin Aga Khan baute, soll Fathy in Bauprojekte für die arme Landbevölkerung investiert haben. Das Hassan Fathy Village in Qurna entstand ab 1946. Sein erstes großes Privathaus, die Villa Stopplaere, die nahe dem Carter-Haus auf einem kleinen Hügel in Qurna liegt, baute er 1952. 1964 begann er mit dem Bau seines zweitgrößten Dorfprojekts Neu-Bārīs in der Oase Charga. Es wurde nie fertiggestellt.
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Hassan Fathy Village:
Nachdem die Bewohner von Scheich Abd el-Qurna umgesiedelt werden mussten, baute Hassan Fathy Ende von 1946 bis 1952 für sie Neu-Qurna. Der Ortsteil, der heute unter dem Namen Hassan Fathy Village oder Bar Ghurba bekannt ist, wurde jedoch nie vollendet. Erhalten, aber vom Zerfall schwerstens bedroht, sind nur noch die Moschee, der Markt, das Theater und wenige Häuser, darunter Hassan Fathys früheres Wohnhaus. 2008 wurde eine Vereinigung mit dem Namen "Save the Heritage of Hassan Fathy" gegründet. 2010 nahm der World Monuments Fund das Dorf in die "World Monuments Watch List of Most Endangered Sites" auf. Die UNESCO kümmert sich inzwischen um die Erhaltung und Renovierung des Dorfes (s. News).
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Howard Carter (1874 - 1939):
Der britische Ägyptologe arbeitete zunächst als Maler und kopierte Gemälde, Reliefs und Inschriften in Gräbern und Tempeln. In dieser Zeit lernte er die Grundlagen der Ägyptologie und das Lesen von Hieroglyphen. 1899 wurde er Oberinspektor der Altertümerverwaltung in Oberägypten und Nubien. Ab 1909 entdeckte er in Zusammenarbeit mit Lord Carnarvon mehrere Gräber im Tal der Könige. Berühmt wurde er 1922 durch die Entdeckung des Grabes von Tutanchamun (KV62). Sein Wohnhaus in Qurna, das sogenannte Howard-Carter-Haus, wurde restauriert und 2009 als Museum geöffnet.
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Howard-Carter-Haus:
Das Haus des Ägyptologen Howard Carter in Qurna wurde vollständig restauriert und im Oktober 2009 (s. News) für die Öffentlichkeit geöffnet. Es enthält ein kleines Museum und wird an wenigen Wochenenden im Jahr für viel Geld an reiche Touristen vermietet.

Schreibtisch von Howard Carter im Howard-Carter-Haus
Schreibtisch von Howard Carter in seinem als Museum geöffneten Wohnhaus

Internet:
In Luxor Ost und West gibt es zahlreiche Internet-Cafés. Einige Restaurants bieten auch W-LAN an, dafür müssen Sie allerdings Ihr Laptop dabei haben. In privaten Unterkünften ist ein Internetanschluss eher unüblich, da es kaum Festnetzanschlüsse gibt. In den von uns angebotenen Ferienwohnungen steht aber entweder eine DSL-Internet-Leitung zur Verfügung oder wir besorgen Ihnen einen mobilen Internet-Zugang für Ihr Laptop. Ägyptische Domains enden übrigens auf ".eg".

Islam (islām - إسلام):
Das arabische Wort bedeutet "völlige Hingabe (an Gott)". Gläubige werden als Moslems oder Muslime bezeichnet. Das Wort Allāh ‏الله‎ "der (einzige) Gott" gilt in den arabischsprachigen Ländern sowohl den Christen als auch den Muslimen als das Wort für "Gott".
Der Islam kennt 5 Grundpflichten, die Säulen des Islam. Dazu gehören das Sprechen des Glaubensbekenntnisses (Shahāda), das täglich fünfmalige Gebet (Salāt), die Almosensteuer (Zakāt), das Fasten (Saum) im islamischen Monat Ramadan und einmal im Leben eine Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch‎).
Der Islam ist in Ägypten Staatsreligion mit einer modernen und fortschrittlichen Auslegung des Koran, der auf den Propheten Mohammed zurückgeht. Die Kairoer al-Azhar-Universität ist in der muslimischen Welt führend und wird als renommierteste islamische Schule betrachtet.

Karnak (الكرنك):
Karnak ("befestigtes Dorf") ist ein Dorf am östlichen Nilufer etwa 2,5 km nordöstlich von Luxor. Berühmt ist Karnak durch die größte Tempelanlage Ägyptens, den Karnak-Tempel, die dem Dorf wegen seiner Mauern den Namen gab.

Karnak Sound and Light Show:
Mehrmals pro Abend findet im Karnak-Tempel eine 60minütige Sound and Light Show in verschiedenen Sprachen statt. Während Sie durch den dramatisch illuminierten Tempel schlendern, wird die Geschichte des Tempels akustisch inszeniert. Erkundigen Sie sich nach den aktuellen Zeiten für deutsche Vorführungen..

Kleidung:
Ägypten ist ein islamisch geprägtes Land. Darauf sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Urlaubskleidung achten. Kurze, ärmellose oder figurbetonte Kleidung gilt selbst im Hochsommer als unangemessen. Sollten Sie eine Moschee besuchen wollen, brauchen Sie als Frau zusätzlich ein Kopftuch.

Klima:
Luxor liegt in Oberägypten, hier ist das Klima von der Wüste bestimmt. Die Sommer sind heiß und trocken, die Winter sind tagsüber mild (ohne Regen oder Schnee), nachts aber manchmal ziemlich kalt.

Kopten:
In der Zeit zwischen der altägyptischen Religion (3020 v. Chr. – 380 n. Chr.) und dem Siegeszug des Islam im 7. Jahrhundert war das Christentum in Ägypten die dominierende Religion. Heute machen die überwiegend koptischen Christen nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Auf der Eastbank gibt es mehrere koptische Kirchen, auf der Westbank steht in der Wüste südlich von Habu ein koptisches Kloster.

Kunstakademie:
Die Kunstakademie (oder eigentlich Fakultät der Bildenden Kunst der South Valley University) besteht seit dem 22. Mai 1996. Die erfolgreichen Street-Art-Künstler Alaa Awad und Ammar Abu Bakr entstammen dieser Hochschule. Sie veranstaltet regelmäßig Ausstellungen, kann aber auch darüber hinaus besucht werden und ist auch tatsächlich immer einen Besuch wert. Sie befindet sich ziemlich am Anfang der Khaled Ibn El-Waleed Street, in der sich im weiteren Verlauf die großen Hotels aneinander reihen.
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Lord Carnarvon (1866 - 1923):
Der britische Aristokrat wurde vor allem als Finanzier für Ausgrabungen auf der Suche nach dem Grab von Tutanchamun im Tal der Könige bekannt. Der kranke Lord verbrachte die Wintermonate gerne im milden Ägypten, wo er sein Interesse für die Archäologie entdeckte und den Ägyptologen Howard Carter kennenlernte. Ab 1909 arbeiteten die beiden zusammen, um bislang unentdeckte Gräber in Deir el-Bahari und Dra Abu en-Naga zu finden, und hatten einige Erfolge. 1914 bekamen sie die Lizenz für Grabungen im Tal der Könige, wo sie ab 1917 fünf Winter lang ergebnislos nach dem versteckten Grab des Tutanchamun suchten. Im sechsten Winter endlich stießen sie auf das völlig unversehrte Grab und lösten damit einen Ägypten-Boom aus.
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Luxor Heritage Center:
2007 eröffnete das Luxor Heritage Center, in dessen Gebäude sich auch die Public Library befindet. Es hat das Ziel, Touristen, die nach Luxor kommen, Ägyptens Kulturerbe näher zu bringen. In den Räumen an der Sphingenallee in der Sharia ma'bad el-Karnak (Karnak Temple Street) hat es täglich (außer dienstags) von 10 - 22 Uhr einiges zu bieten (eine Tageskarte kostet 10 LE, eine Jahreskarte 150 LE):

  • Culturama - eine interaktive Show, die das pharaonische, koptische, islamische, moderne und das Natur gegebene ägyptische Erbe auf 9 verbundenen Bildschirmen in einem 180-Grad-Panorama mit einem Durchmesser von 10 Metern präsentiert. Diese Panorama-Show ist die erste ihrer Art weltweit!
  • Forsan al-Sama’a Hall - eine Halle, die astrologische Gerätschaften zeigt
  • 3D Show Hall - drei Räume, die in 3D-Schaukästen ausgewählte archäologische Stücke pharaonischen, koptischen und islamischen Ursprungs zeigen
  • Bereich, in dem man auf einem großen Flatscreen die Website Eternal Egypt benutzen kann - eine einzigartige interaktive Website, die ausgewählte Schätze des ägyptischen Kulturerbes präsentiert und dabei die pharaonische, griechische, römische, koptische und islamische Epoche abdeckt. Auch in Deutsch!

Luxor International Airport:
Der Internationale Flughafen von Luxor liegt etwa 10 km außerhalb der Stadt. Er wird von vielen deutschen Städten aus direkt angeflogen wird. Auch Inlandsflüge starten hier. Er verfügt über 1 Terminal, 5 Gates, 8 Check-in-Schalter und 21 Flugparkplätze und entspricht europäischem Standard.

Luxor Masterplan:
Es gibt einen Plan, nach dem Luxor Ost und West bis 2030 rundum erneuert und ein einziges riesiges Freilichtmuseum werden sollen. Einige Projekte sind bereits abgeschlossen wie zum Beispiel die Restaurierung und Überdachung des Touristen-Bazars, die Restaurierung der Abu-el-Haggag-Moschee oder die Beleuchtung der Thebanischen Berge (s. News). Andere sind in Arbeit wie die Freilegung der alten Sphingenallee, die einst den Luxor-Tempel mit dem Karnak-Tempel verband.

Luxor Museum (متحف الأقصر‎):
Ausgesprochen sehenswert ist in Luxor das Museum für altägyptische Kunst (direkt an der Corniche), das seit 1975 besteht und 2004 einen Anbau bekam. Seine qualitativ herausragenden Exponate werden in weitläufigen Räumen gekonnt präsentiert. Zu besichtigen sind Fundstücke altägyptischer Kunst aus Theben-West und der näheren Umgebung von Luxor. Das Hauptexponat des Museums stammt aus dem Grab Tutanchamuns: der Kopf der Göttin Hathor in Gestalt einer goldenen Kuh. Lesen Sie mehr...

Luxor National Day Festival:
Luxor feiert seinen Nationaltag am 4. November, an dem Tag, an dem Howard Carter das Grab von Tutanchamun entdeckte.
Lesen Sie mehr über die Entdeckung...

Luxor Stadt
s. Eastbank

Luxor Pass:
Seit dem 1. November 2016 gibt es den Luxor Pass. Er gilt an 5 aufeinander folgenden Tagen für alle offiziell geöffneten Sehenswürdigkeiten in Luxor und ist im Public Relations Office des Altertümerinspektorats im Gebäude hinter dem Luxor Museum, in der Touristeninformation am Bahnhof und in der Öffentlichen Bibliothek erhältlich. Für die Ausstellung benötigen Sie ein Passfoto, eine Fotokopie Ihres Reisepasses und ggf. Ihren Studentenausweis. Bezahlen können Sie den Luxorpass nur in USD und in EUR. Eine bargeldlose Bezahlung ist nicht möglich. Der im roten und grünen Luyor Pass enthaltene Zutritt zu den Gräbern von Sethos I. (KV17) im Tal der Könige und Nefertari (QV66) im Tal der Königinnen ist auf 250 Besucher pro Tag begrenzt. Die erlaubte Verweildauer in diesen Gräbern beträgt offiziell 10 Minuten.
Den Luxor Pass gibt es in vier Variationen:

  • rot / 200 USD: für Erwachsene inklusive der Gräber von Sethos I. und Nefertari
  • grün / 100 USD: für Studenten inklusive der Gräber von Sethos I. und Nefertari
  • blau / 100 USD: für Erwachsene ohne die Gräber von Sethos I. und Nefertari
  • gelb / 50 USD: für Studenten ohne die Gräber von Sethos I. und Nefertari

Medizinische Versorgung:
Das Internationale Krankenhaus Luxor befindet sich auf der Eastbank etwas außerhalb in der Sharia Mustashfa nähe Sharia Television. Tel. +2 095 2277-(192-196). In der St. Joseph Street befindet sich das Luxor Medical Center. Apotheken gibt es zuhauf. Dort bekommen Sie jederzeit und ohne Rezept jegliche Medikamente. Die Ambulanz erreichen Sie unter "123".

Misr Public Library:
Die öffentlich zugängliche Bibliothek im Luxor Heritage Center befindet sich in der Karnak Temple Street und wurde am 19. Mai 2006 eröffnet. Sie beherbergt eine Ägyptologie-Bibliothek mit 10.000 Büchern in verschiedenen Sprachen, einen Kartensaal, u.a. mit Karten der verschiedenen archäologischen Stätten in Ägypten, Lesesäle für Groß und Klein (plus Kindergarten!), ein Sprachlabor für Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Japanisch, ein Trainingslabor for Computer und Software sowie eine Internet-Ecke.

Moschee (masgid - ‏مسجد):
Eine Moschee ist nicht nur islamisches Gebetshaus, sondern auch sozialer Treffpunkt und Unterrichtsgebäude. Das zentrale Element ist der Betraum mit dem Mihrab, die Gebetsnische, die die Gebetsrichtung (Qibla) nach Osten kennzeichnet. Manchmal verfügt er über eine Kanzel (Minbar) und ein Minarett, von dem aus der Muezzin fünfmal am Tag zum Gebet ruft.
Außerhalb der Gebetszeiten ist es normalerweise kein Problem, eine Moschee zu besuchen. Wenn Sie das vorhaben, achten Sie bitte auf angemessene Kleidung und bringen Sie (als Frau) ein Tuch als Kopfbedeckung mit. Schuhe müssen grundsätzlich vor dem Eingang abgelegt werden. Der Imam (Vorbeter) freut sich über eine kleine Spende.

Moslems:
Moslems oder Muslime (nicht aber Mohammedaner!) gehören der Religion des Islam an. Ein Muslim ist ein Monotheist, der Mohammed als letzten Propheten Gottes (Allahs) anerkennt und daran glaubt, dass der Koran das offenbarte Wort Gottes ist, das Mohammed durch den Erzengel Gabriel übermittelt wurde.

MSA (MoA):
Das Ministry of State for Antiquities (Staatsministerium für Altertümer) wurde Ende März auf dringenden Wunsch von Ägyptologen als eigenständiges Ministerium gegründet. Der Supreme Council of Antiquities, der bis dahin dem Ministerium für Kultur unterstellt war, ist nun dem MSA direkt zugeordnet.

Mummification Museum:
Ein Museum der ganz besonderen Art ist das Mumifizierungsmuseum an der Corniche in Luxor: Hier erfahren Sie alles über die Einbalsamierungstechniken der alten Ägypter. Für ägyptologisch Interessierte finden während der Ausgrabungssaison (sprich im Winter) Lesungen von Archäologen über die neuesten Ausgrabungsfortschritte und -funde statt (zuletzt samstags 19 Uhr). Entnehmen Sie den aktuellen Start der Lesungsreihen unseren News-Seiten.

Nassersee (Buhairat Nāssir - بحيرة ناصر):
Der nach dem ehemaligen ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser benannte Nassersee ist im ägyptischen Niltal durch den Bau des Assuan-Hochdamms (1960-1970) entstanden. Er beginnt südlich von Assuan und endet im Sudan, dort heißt er Nubia-See. Er ist etwa 500 km lang, zwischen 5 und 35 km breit und beinhaltet etwa 165 Milliarden m³ Wasser. Damit ist er volumenmäßig der viertgrößte Stausee der Erde. Der Nassersee ist der einzige Ort in Ägypten, an dem heute noch wild lebende Nilkrokodile zu finden sind.

Neu-Qurna:
Der ursprünglich so benannte Ortsteil von Qurna (heute: Bar el-Ghurba) wurde in den späten 40er Jahren von Hassan Fathy gebaut, da Wohnraum für die zwangsumgesiedelten Bewohner aus Scheich Abd el-Qurna geschaffen werden musste. Von den von ihm gebauten Gebäuden sind nur noch wenige erhalten. Die ägyptische Regierung stellte den Bewohnern daher weiter nordwestlich Grundstücke und Häuser zur Verfügung, die heute Neu-Qurna heißen.

Nil (an-Nīl - النيل):
Der Nil entspringt in den Bergen von Ruanda sowie Burundi, fächert sich nördlich von Kairo zum Nildelta auf und mündet schließlich in das Mittelmeer - "nilabwärts" bedeutet daher Richtung Norden, "nilaufwärts" Richtung Süden! Auf 6.671 km Länge durchfließt der längste Fluss der Erde sechs Staaten: Burundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten. Besonders für Ägypten hat der Nil überragende wirtschaftliche Bedeutung. Erst durch ihn wurde das Leben und die Kultur an den Nilufern des Alten Ägyptens möglich. Ohne ihn wäre das Land eine einzige Wüste.
Der Nil besitzt eine artenreiche und einmalige Tierwelt. Viele erhielten nach dem Fluss ihren Namen: das Nilkrokodil, der Nilhecht, die Nilgans, die Nil-Grasratte, der Nilwaran und auch das Nilpferd.

Nubien:
Nubien, das frühere Königreich von Kusch, erstreckt sich auf beiden Seiten des Nils. Von Assuan bis Wadi-Halfa im Sudan heißt es Unternubien, von Wadi-Halfa bis Khartum, ebenfalls im Sudan, Obernubien. Bis heute hat es sich eine eigene Sprache erhalten.
Mit der Fertigstellung des Assuan-Hochdammes 1971 wurde nahezu ganz Unternubien vom entstehenden Nassersee überflutet. Zahlreiche kulturelle Monumente wie der Tempel von Abu Simbel, der Tempel von Philae und der Tempel von Kalabsha wurden mit internationaler Hilfe abgebaut und in höher gelegenen Regionen wieder aufgebaut. Die unternubische Bevölkerung musste größtenteils in das südliche Oberägypten umgesiedelt werden.

Oberägypten:
Der südliche Teil Ägyptens erstreckt sich beiderseits des Nils vom heutigen Assuan bis in die Nähe des heutigen Atfih südlich von Kairo. Das Mündungsdelta des Nils ab Kairo bis zum Mittelmeer wird als Unterägypten bezeichnet.

(Old) Winter Palace:
Das Hotel, das heute den Namen "Sofitel Winter Palace" trägt, ist wegen seiner historischen Bedeutung das einzige, das wir hier erwähnen. Es wurde 1886 direkt an der Corniche mit Jugendstilelementen erbaut und hat schon viele berühmte Gäste beherbergt. Derzeit wird es nach Norden hin um einen Gebäudekomplex erweitert.

Papyrus:
Überall in Luxor finden Sie moderne, mehr oder weniger gut gelungene Kopien von Wandzeichnungen aus Gräbern auf Papyri. Oft können Sie in den Papyrus Factories Demonstrationen miterleben, wie Papyrus früher hergestellt wurde. Da die Payrus-Pflanze in Ägypten aber so gut wie ausgestorben ist, werden heutzutage Bananenblätter verwendet. Die farbenprächtigen Souvenirs bekommen Sie gut geschützt für den Transport in einer Rolle.

Qurna (Kurna, Gurna - قرنة):
Das Dorf liegt am westlichen Nilufer und besteht eigentlich aus drei Orten: Qurnet Murrai, Scheich Abd el-Qurna und Neu-Qurna. Das eigentlich Qurna liegt 100 m östlich des Totentempels von Sethos I. und ist berühmt für seine Alabaster-Arbeiten.

Ramadan (Ramadān - ‏رمضان):
Der neunte Monat des islamischen Mondkalenders, der Fastenmonat Ramadan (ramadān = ‚Sommerhitze‘) beginnt, sobald nach dem Neumond des Vormonats die Mondsichel (hilal) erstmals wieder gesichtet wird.
Das Fasten ist eine der fünf Säulen des Islam und religöse Pflicht für jeden gesunden Erwachsenen. Fasten bedeutet, sich an den 29 (manchmal 30) Tagen des Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang von allen leiblichen Genüssen (Trinken, Essen, Rauchen, jeglichen Berührungen) fern zu halten und sich konzentriert seinen Gebeten zu widmen. Nach Sonnenunter- gang bricht man das Fasten, indem man zunächst eine Dattel isst oder Wasser trinkt und dabei ein Bittgebet spricht. Danach folgt das Abendgebet (maghrib). Erst anschließend wird - am liebsten gemeinsam mit Familie und Freunden - richtig gegessen (Iftar) und gefeiert. Dabei soll der Magen zu einem Drittel mit Essen gefüllt werden, zu einem Drittel mit Flüssigkeit, das letzte Drittel soll leer bleiben.
Am Endes des Ramadan findet drei Tage lang das wichtigste islamische Fest, das Fest des Fastenbrechens (ʿAid al-fitr), statt.
Auch westliche Besucher sollten im Ramadan während des Tages in der Öffentlichkeit auf Essen, Trinken und Rauchen verzichten. Beachten Sie außerdem die verkürzten Öffnungszeiten!

Ramadan-Termine:
Der islamische Kalender ist ein Mondkalender. Das Mondjahr ist im Vergleich zu unserem Sonnenjahr 11 Tage kürzer, so dass das Datum jedes Jahr 11 Tage früher liegt:
Ramadan 2012: 20. Juli bis ca. 18. August
Ramadan 2013: 09. Juli bis ca. 07. August
Ramadan 2014: 28. Juni bis ca. 27. Juli
Ramadan 2015: 17. Juni bis ca. 16. Juli
Ramadan 2016: 6. Juni bis ca. 4. Juli
Ramadan 2017: 27. Mai bis ca. 25. Juni

Reisedokumente:
Für die Einreise brauchen Sie einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist (alternativ einen Personalausweis und ein aktuelles Passfoto) sowie ein Visum, das Sie problemlos am Flughafen in Luxor für 25 USD bekommen. Es gilt einen Monat und kann falls nötig auf dem Passamt in Luxor verlängert werden. Kinder bis zum vollendeten 16. Lebensjahr brauchen einen Kinderausweis mit Foto. Wenn sie im Pass der Eltern mit eingetragen sind, benötigen sie kein eigenes Visum, wenn der auch ein Foto des Kindes enthält.

Reisezeit:
Das Klima in Luxor ist von der Wüste bestimmt, das heißt, die Sommer sind heiß und trocken, die Winter mild - ohne Regen oder Schnee. Die beste Reisezeit mit gut erträglichen Tagestemperaturen liegt in den Monaten Oktober bis April.

Religion:
Die ägyptische Bevölkerung besteht zu etwa 90% aus Muslimen. Dazu kommen etwa 10% Christen, meist Kopten.

SCA
s. Supreme Council of Antiquities

Scheich Abd el-Qurna (Asch-Schaich ʿAbd al-Qurna - ‏شيخ عبد القرنة):
Am Fuß der Thebanischen Berge direkt auf dem altägyptischen Gräberfeld von Theben-West liegt dieser Ortsteil von Qurna. Einige Familien, z.B. die des Grabräubers und Antiquitätenhändlers Ali Abd el-Rassul - sind bekannt dafür, seit Jahrhunderten vom teils legalen, teils illegalen Handel mit altägyptischen Artefakten zu leben. Sie arbeiten aber auch als Führer von Touristen und Archäologen und waren an der Entdeckung des Grabes von Tutanchamun durch Howard Carter beteiligt.
Viele Häuser im Dorf sollen über verborgene Zugänge zu Gräbern aus der Zeit der Pharaonen verfügen. Daher wurden die Bewohner zwangsweise ins nahegelegene und eigens zu diesem Zweck errichtete nordöstlich gelegene Neu-Qurna umgesiedelt und ihre Häuser zum großen Teil abgerissen.

Sham en-Nessim (Sham en-Nessīm - شم النسيم):
Am Montag, der dem koptischen Osterfest folgt, feiern Kopten und Moslems zusammen das Ägyptische Frühlingsfest, das bis auf die 3. Dynastie zurückgeht. Damals wurde "Shemu" am Tag der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche gefeiert. Am Sham en-Nessim ("Duft des Zephyr = Westwinds") soll der Wind besonders wohltuende Kräfte besitzen. Schon zu Tagesanbruch treffen sich die Ägypter zum Picknick in Parks, auf Nil-Booten oder am Meer. Traditionelle Speisen sind Ful midammis, Fasīch (getrockneter, gesalzener Fisch), Salat, Frühlingszwiebeln und gefärbte Eier.

Shisha (Shīsha - الشيشة):
Eine Shisha ist eine arabische Wasserpfeife und besteht aus mindestens 4 Teilen: Zuunterst befindet sich ein verziertes Wassergefäß, darauf steckt man die Rauchsäule aus Messing oder Chrom und darauf wiederum seitlich den Schlauch mit Mundstück sowie oben den Kopf aus Ton oder Keramik mit 1 bis 5 Löchern im Boden. Der sehr feuchte, meist aromatisierte Wasserpfeifentabak wird in den Kopf gedrückt und (manchmal) mit Alufolie abgedeckt. Darauf legt man dann ein Stück glühende Holzkohle. Beim Saugen am Mundstück verbrennt der Tabak nicht, er wird also nicht wirklich "geraucht", weshalb man im Arabischen auch sagt, dass man eine Shisha "trinkt". Das Shisharauchen wird in Ägypten gemütlich zelebriert. Man nimmmt sich Zeit, trinkt Tee...

Souq (Souk - السوق):
Seit der Souq (Suq) in der Marktstraße im Rahmen des Masterplans überdacht wurde, ist es angenehm, dort bummeln zu gehen. Sie finden ein breit gefächertes Angebot an Waren - angefangen bei kleinen Statuen oder antiken Repliken über Alabaster-Vasen hin zu Schals, Taschen, Gürteln, Papyruszeichnungen, Parfumölen, Wasserpfeifen, Gold- und Silberschmuck usw. Angeboten werden jedoch nicht nur Souvenirs, sondern auch Gegenstände für Ihren täglichen Gebrauch wie Obst und Gemüse, Tees, Gewürze und Kräuter, Brot und Süßigkeiten, Handtücher, westliche Kleidung und Galabiyas, die traditionelle ägyptische Kleidung für Frauen und Männer.

Sprache:
Die ägyptische Amtssprache ist Arabisch, eine Sprache, die von 240 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen wird. Geschrieben wird Hocharabisch, gesprochen ein ägyptisch-arabischer Dialekt, der sich zwischen Kairo und Luxor stark in der Aussprache unterscheidet. In Oberägypten wird außerdem noch nubisch gesprochen. Die meisten (jüngeren) Ägypter sprechen Englisch. Wenn Sie im Urlaub Ägyptisch lernen möchten, finden Sie eine gute Adresse auf unserer Links-Seite.

Sufis:
Ein Sufi ist Anhänger der alten asketisch-spirituellen Lehre des Sufismus, die heute hauptsächlich mit dem Islam verbunden ist, aber auch in Europa religionsunabhängig als "universeller Sufismus" gelebt wird. Vor allem Osho übernahm in seinen auf den westlichen Menschen zugeschnittenen Meditationen und Therapien zahlreiche Elemente aus dem Sufismus.
Das oberste Ziel der Sufis oder Derwische ist es, Gott so nahe wie möglich zu kommen und dabei die eigenen Wünsche zurückzulassen. Dabei ist es wichtig, das mystische Wissen durch die geistige Führung eines lebenden Sheikhs zu erhalten, der durch eine Überlieferungskette bis zum Propheten Mohammed mit der göttlichen Wissensquelle verbunden ist. Mittelpunkt der sufistischen Lehre ist die Liebe, die immer im Sinne von Hinwendung zu Gott zu verstehen ist. Die Sufis suchen durch tägliche Meditation (Dhikr) Gott nahe zu kommen und mit ihm schon im irdischen Leben eins zu werden. Ein wichtiger Bestandteil sind außerdem die Lehrgeschichten, die die Sheikhs immer und immer wieder ihren Derwischen erzählen. Die im Westen bekanntesten Lehrgeschichten sind die von Mullah Nasruddin: Der Standpunkt: Nasruddin saß am Flussufer, als jemand vom anderen Ufer aus rief: „Wie komme ich denn hier auf die andere Seite?“ Drauf antwortete Nasruddin: „Du bist auf der anderen Seite!“

Supermärkte:
Auf der Eastbank gibt es mittlerweile mehrere größere Supermärkte mit einer großen Auswahl an einheimischen und internationalen Waren. Sogar deutsches Bio-Müsli kann man hin und wieder finden! Es empfiehlt sich, bei außergewöhnlichen Dingen sofort zuzugreifen, da der Nachschub oft ausbleibt. Auf der Westbank gibt es einen mittelgroßen Supermarkt nahe der Fähre.

Supreme Council of Antiquities (SCA):
Er ist verantwortlich und bestimmend für alle archäologischen Ausgrabungen in Ägypten, die Konservierung von Funden und den Schutz archäologischer Stätten in Ägypten. Zu den weiteren Aufgaben gehören Ausstellungen, Forschung, Dokumentation und Veröffentlichungen von Medieninformationen zum ägyptischen Kulturerbe. Die Behörde war bis Ende Januar 2011 dem Ägyptischen Ministerium für Kultur unterstellt. Mit einer kurzen Unterbrechung von 3 Wochen ist sie seit Anfang März 2011 dem neu gegründeten Ministerium für Altertümer zugeordnet. Generalsekretär bzw. Minister für Altertümer war lange Zeit Zahi Hawass.

Tahrir-Platz (Mīdān at-Tahrīr - ميدان التحرير) in Kairo:
Der Platz der Befreiung, wie er auf deutsch heißt, hat seinem Namen im Januar und Februar 2011 alle Ehre gemacht. Hier begannen die Massenprospekte, die nach 18 Tagen zum Sturz des Langzeit-Präsidenten Hosni Mubarak führten. Hier befinden sich das Ägyptische Museum und der Innenstadt-Campus der American University in Cairo.

Telefon:
Ägypten hat die Vorwahl 0020, Luxor 095. Wenn Sie von einem deutschen Telefon aus anrufen, wählen Sie 002 - 095.

Ticket Office (Westbank):
Im Ticket Office am Eingang zur thebanischen Nekropole bekommen Sie (Kombi-)Eintrittskarten für folgende Tempel, Gräber und Sehenswürdigkeiten:

Tierkrankenhaus:
Das englische Tierkrankenhaus Animal Care in Egypt (ACE) liegt am Stadtrand in der Sharia El H'abil. Tel. +2 095 928 0727.

Touristen-Information:
Das moderne Büro befindet sich direkt am Bahnhof in der Sharia Mahatta und ist von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Tel. +2 095 236 1180 und +2 095 236 5491.

Unterägypten:
Unterägypten erstreckt sich im Norden Ägyptens vom Mündungsdelta des Nils (Nildelta) ab Kairo bis zum Mittelmeer. Oberägypten liegt beiderseits des Nils zwischen Atfih, südlich von Kairo, und Assuan. Das Delta war durch Ablagerungen des sehr fruchtbaren Nilschlammes entstanden und wurde von den sieben Armen des Nils durchzogen. Durch das eher mediterrane Klima entwickelte sich mit großen Grasflächen und Papyrusdickichten eine völlig andere Flora als in Oberägypten.

Verkehrsmittel:
In Luxor können Sie sich auf vielfältige Art bewegen: mit einer Pferdekutsche (Calèche), einem Taxi oder mit Sammel-Taxis (Service Taxis, Collective Cars). Auf dem Nil verkehren die (Personen-)Fähre, Motorboote und Segelschiffe (Felucken). Boote und Schiffe können Sie auch für Ausflüge auf dem Nil buchen.

Westbank (al-barr al-gharbī - البر الغربي):
Das ländlich geprägte Westufer von Luxor mit der Nekropole von Theben-West bietet neben den touristischen Sehenswürdigkeiten zahlreiche Unterkünfte wie familiäre Hotels und Ferienwohnungen, die einen idealen Ausgangspunkt für Besichtigungen, Bergwanderungen, Reiten und Quad-Exkursionen darstellen. Direkt am Nil gibt es zwei Dörfer. Der Ort links der Hauptstaße heißt El-Be'irat mit den Ortsteilen Gezira, Ramla, Gorf, und Habu. Rechts der Hauptstaßed liegt Qurna mit seinen Ortsteilen.

Wüste:
Bei Luxor sorgt der Nil für einen etwa fünf Kilometer breiten Grünlandstreifen an beiden Ufern. Im Osten schließt sich die Arabische Wüste an, im Nordwesten die Libysche Wüste auch Westliche Wüste genannt. Hier liegen vier große Oasen (altägyptisch: fruchtbarer Platz), die von Luxor aus gut zu erreichen sind: Charga, Dachla, Farafra und Bahariya. Charga liegt ca. 150 km westlich des Niltals und ist die größte der Oasen (im Süden der Oase bieten wir Wüsten-Retreats an). Von hier aus erreicht man die benachbarte nordwestlicher gelegene Oase Dachla. Sie gilt als die schönste der Oasen. 310 km weiter nordwestlich liegt Farafra. Besonders beeindruckend sind hier die Kalkformationen der nördlich gelegenen Weißen Wüste. Die Funde am Boden weisen darauf hin, dass hier einst Meeresboden war. Die Wüste ist nur mit geländegängigen Fahrzeugen befahrbar. 180 Kilometer nördlich von Farafra kommt man nach Bahariya, wo 1996 ein Team unter Leitung von Zahi Hawass etwa 230 Mumien aus dem 1. und 2. Jh. n. Chr. in 15 Gräbern entdeckte („Tal der Goldenen Mumien“). In einem kleinen Museum in Bahariya kann man fünf der „Goldenen Mumien“ besichtigen. Sehenswert sind auch Gräber der 26. Dynastie, die vergleichbar mit den Gräbern im Tal der Könige sind.

Zahi Hawass (1947 - ):
Der prominente und in den USA promovierte Ägyptologe im Indiana-Jones-Outfit war seit 2002 Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung (Supreme Council of Antiquities - SCA) und vom 31.01.2011 bis 06.03.2011 sowie erneut vom 30.03.2011 bis 17.07.2011 Minister des neu gegründeten Ministerium für Altertümer. Er gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Ägyptologen der Gegenwart. Allerdings auch als einer der gefürchtetsten, da er immer wieder offensiv auf der Rückgabe aller illegal in Ägypten ausgegrabenen und ausgeführten Altertümer bestand wie der Büste der Nofretete und des Steins von Rosetta. In seine Amtszeit fiel die Planung von 14 neuen Museen, darunter das Große Ägyptische Museum in Gizeh.

Zahlen für Ägypten (und Deutschland im Vergleich), Stand 2009:
Fläche: 1.001.449 km² - (Deutschland: 357.112 km²)
Einwohner: 83.082.869 - (Deutschland: 81.802.342)
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner pro km² - (Deutschland: 229 pro km²)
HDI (Wohlstandsindikator) Weltrangliste: Platz 101 - (Deutschland: Platz 10)

Zeitunterschied:
Normalerweise ist es in Ägypten 1 Stunde später als in Deutschland (GMT+02:00). Seit Ägypten die Sommerzeit abgeschafft hat, gibt es in den Sommermonaten keinen Zeitunterschied mehr.

Zollbestimmungen:
Bei der Einreise: 1 Liter Spirituosen und 1 Stange Zigaretten dürfen Sie zollfrei einführen. Kaufen Sie Produkte in Duty Free Shops, dürfen diese den Wert von 200 US Dollar nicht überschreiten. Gebrauchte Gegenstände jeglicher Art wie Kleidung, Kosmetik, Fotoapparate, Videokameras, Computer und Schmuck sowie Nahrungs- und Genussmittel dürfen Sie unabhängig von deren Wert mitnehmen.
Bei der Ausreise: Alles, was Sie mitgebracht haben, dürfen Sie auch wieder ausführen, zusätzlich Souvenirs für den eigenen Gebrauch, aber maximal 1.000 Ägyptische Pfund in Geldscheinen.

Telefonnummern, Öffnungszeiten etc. unterliegen Änderungen. Wir übernehmen daher keine Gewähr für die Angaben.

 



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