Leben-in-Luxor.de                                                                    Deutsch Englisch

 


Sandal-Nilkreuzfahrten:

Sandal-Kreuzfahrt auf dem NilSandal-Trips von Luxor nach Assuan
Einführungsangebot bis 22. April 2017!
• 5 Nächte
• jederzeit ab 2 Personen
Lesen Sie hier mehr!

Luxor Westbank und Eastbank - News
Was gibt es Neues in und rund um Luxor 2013?
April 2013

Diese Seite mit Freunden in Facebook teilen Abonnieren Sie unseren RSS-News-Feed als Lesezeichen Diese Seite optimiert ausdrucken

 

Bildbeschreibungen und Copyright-Informationen erhalten Sie mit
  Mouseover. Sind die Bildrechte nicht explicit angegeben, liegen sie bei
  Leben-in-Luxor.de. Externe Links sind mit gekennzeichnet.

Wir freuen uns über einen Gefällt-mir-Klick am Ende der Seite!

 

Neue Seiten im April 2013:

 

Ballonfahrten ab 17.04.13 wieder möglich, Luxor Westbank

(Update 21,04.13)
Der Start wurde noch einmal verschoben. Heute am frühen Morgen erhoben sich tatsächlich die ersten Ballons wieder über der Westbank von Luxor in die Luft.

(16.04.13)
Am 26. Februar 2013 forderte ein schweres Ballonunglück in Luxor 19 Menschenleben. Sämtliche Heissluftballonflüge wurden daraufhin eingestellt. Die zivile Luftfahrtbehörde teilte gestern mit, dass die Wiederaufnahme der Flüge für morgen Mittwoch, den 17.04.13, vorgesehen ist - allerdings ohne die an der Tragödie beteilgte Firma Sky Cruise und Ballons des Modells Ultra Magic N-425.
Die vergangenen 7 Wochen wurden intensiv dafür genutzt, für alle Ballonfirmen die technischen Standards zu verbessern, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken sowie die Frequenz der Trainings für die Piloten und für die Inspektion der Ballons zu erhöhen. Künftig müssen außerdem Pasagiere mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie auf eigenes Risiko am Flug teilnehmen.
Der Pilot des Unglücksballons, der zu den einzigen beiden Überlebenden gehört, wurde nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in Kairo wegen Fahrlässigkeit und Totschlags angeklagt.

Ballons kurz vor dem Start auf dem Ballonflugplatz der Westbank von Luxor



Djehuti-Projekt entdeckt 2 Gräber aus der 2. Zwischenzeit in Dra Abu el-Naga, Luxor Westbank

(09.04.13)
Wer die Lesung von Dr. José Manuel Galán, dem Leiter des Proyecto Djehutiam 17. Februar 2013 im Mummification Museum besucht hat, wusste bereits, was die meisten erst durch die Presse Anfang April erfuhren: Das spanische Team entdeckte während seiner 12. Grabungssaison in Dra Abu el-Naga zwei weitere Elitegräber aus der 17. Dynastie (um etwa 1540 v. Chr.) - einer relativ unerschlossenen Epoche, die durch politische Unruhen und Kleinkriege gekennzeichnet ist. Ende Januar 2013 wurden schon Funde dieser Grabungssaison aus der 17. und beginnenden 18. Dynastie veröffentlicht.
Wie Inschriften belegen, gehörte eines der neuentdeckten Gräber dem "Sohn des Königs" Intefmose. Vermutlich war er der Sohn von Sobekemsaf I., einem der ersten Könige der 17. Dynastie, dessen Grab ebenfalls in Dra Abu el-Naga liegt. In Intefmoses Prinzengrab entdeckten die Archäologen den Zugang zu einem weiteren Grab. Dieses gehörte dem hohen Beamten Ahhotep. Sein Name steht auf 3 tönernen Ushebtis - zwei davon lagen in kleinen Sarkophagen aus Ton, der dritte war in Leinen eingewickelt.

Fragment eines Obelisks mit dem Namen "Intefmose", Dra Abu el-Naga, Luxor Westbank, (c) Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC) Alle 3 Ushebtis mit dem Namen Ahhotep, Dra Abu el-Naga, Luxor Westbank, (c) Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC)

In Leinen gewickelter Ushebti mit dem Namen Ahhotep, Dra Abu el-Naga, Luxor Westbank, (c) Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC)



Leben in Luxor: Forum für Autoren

(04.04.13)
Mit viel Freude recherchiere und schreibe ich für unsere Leben-in-Luxor-News, beschreibe Tempel und Gräber, stelle ägyptische Tiere vor und fotografiere Vögel. Manche Themen lassen sich jedoch nicht in dieser Struktur unterbringen, manche verlangen nach einem größeren Rahmen. Zu wieder anderen kann oder mag ich nichts sagen und würde gerne andere Autoren zu Wort kommen lassen, die in Luxor leben oder Ägypten aus der Ferne verbunden sind. Zu diesem Zweck habe ich heute diese neue Rubrik "Essays" eingerichtet. Ich hoffe, sie wird sich bald durch Sie mit interessanten Themen füllen! Schreiben Sie mir, wenn Sie Ihr Essay gerne hier veröffentlicht sehen würden.

Hausfassade in Qurna, Luxor Westbank



Der ultimative Kick: Pyramidenklettern, Gizeh

Update:
Am 21.09.13 wurde ein weiterer Artikel veröffentlicht. Er berichtet von der Besteigung der Mykerinos-Pyramide im Jahr 1983, und der (aktuellen) Versuchung, die Cheops-Pyramide zu besteigen.

(01.04.13)
Am 21. März 2013 erklommen russische Roofer (Menschen, die den Nervenkitzel suchen, indem sie verbotenerweise auf hohe Bauwerke klettern) in der Abenddämmerung nach der offiziellen Öffnungszeit die kleinste der drei Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau: die 65 Meter hohe Mykerinos-Pyramide - wohlwissend, dass ihnen mehrere Jahre Gefängnis drohten, wenn sie erwischt würden - beziehungsweise gerade wegen dieses Wissens, denn wo wäre sonst der Kick.
Die spektakulären Fotografien, die Vitaly Raskalov und Vadim Machorov von der Spitze der Mykerinos-Pyramide schossen, gehen seitdem um die Welt und hinterlassen zwiespältige Gefühle: Einerseits sind die Bilder einzigartig, andererseits demonstrieren sie Respektlosigkeit vor einem der schützenswertesten Bauwerke der Welt, das als einziges der antiken sieben Weltwunder überlebt hat und sich daher ganz oben auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste befindet. Doch die russischen Extremkletterer waren nicht die ersten, die in neuerer Zeit an der Spitze einer der berühmten Pyramiden in Gizeh standen:

  • Im Netz findet sich der Bericht eines Kanadiers vom 25. November 2009, der von seiner Ägyptenreise im November 1980 erzählt und dass das anfängliche "Hello Mister! You come down, it is forbidden to climb!" eines Pyramidenwächters schnell einem “You go up now” wich, als er mit dem entsprechenden Trinkgeld klimperte.
  • Die Nation mit den meisten nächtlichen Pyramidenkletterern ist Japan. Für japanische Touristen ist es eine Art Volkssport geworden, die Pyramiden zu erklimmen. In Kairo gibt es sogar in einem Hotel ein handschriftlich in Englisch und Japanisch verfasstes Buch, das verrät, wie der unbeobachtete Aufstieg gelingt. Einem Bericht vom 19. Mai 2004 zufolge nutzten zwei Amerikaner, die ein Jahr in Kairo gelebt hatten, dieses Wissen. Sie erkletterten zunächst eine der Königinnenpyramiden an der Cheopspyramide, um die Wege der Wächter zu beobachten - und wurden erwischt. Sie kamen mit einem blauen Auge davon, ließen sich von den Wächtern vom Gelände eskortieren - und schlichen zurück. Dieses Mal zur 136 Meter hohen Chephren-Pyramide. Sie schafften es auf die Spitze und bekamen wieder Besuch: von drei japanischen Touristen. Auf ihrem gemeinsamen Abstieg wurden sie erneut erwischt. Von anderen Wärtern, die weniger entgegenkommend reagierten und sie auf eine Polizeiwache brachten. Doch dort wurden sie nach eineinhalb Stunden wieder freigelassen.
  • Am 9. April 2010 entfernte laut CNN das ägyptische Militär per Hubschrauber einen Ägypter von der Spitze der Chephren-Pyramide. Der 24jährige hatte den Aufstieg in der Nacht zuvor unternommen. Als die Polizei den Mann am nächsten Morgen unter den Augen von Tausenden von Touristen festnehmen wollte, bewarf er sie von oben mit Pyramidenbrocken. Da man befürchtete, er sei darüber hinaus bewaffnet, forderte man das Militär an, das den Mann schließlich am Nachmittag festnehmen konnte. Über seine Motive schwieg er.

Am 28.03.13, eine Woche nach der russischen Aktion, die nicht nur Begeisterung, sondern vor allem Empörung provoziert hatte, entschuldigte sich Vadim Machorov per CNN bei Ägypten und der Welt: "Wir wollten niemanden beleidigen. Wir sind nur einem [Kindheits-]Traum gefolgt." Sein Kumpan Marat Dupri sieht das indessen anders. In einem Spiegel-Interview vom 31.03.13 wird er zitiert mit: "Als ob das einer Pyramide, die schon so lange steht, etwas ausmachen würde."
Das Verbot, die Pyramiden zu besteigen, wurde übrigens von den ägyptischen Behörden in den 1980ern nicht zum Wohle der Pyramiden erlassen, sondern weil es immer wieder Todesfälle gegeben hatte.

Verbotsschild an den Pyramiden von Gizeh

Blick von der Mykerinos-Pyramide auf die Chephren-Pyramide auf dem Gizeh-Plateau, (c) Vadim Machorov

Blick von der Mykerinos-Pyramide auf die Chephren-Pyramide auf dem Gizeh-Plateau, (c) Vitaly Raskalov

 



 
Zurück nach oben

Valid XHTML 1.0 Transitional
Diese Website läuft mit Grünem Strom CSS ist valide! RSS feed ist valide!